CAFAB

CAFAB: Die Abkürzung CAFAB steht für coercively assigned female at birth, also ‚bei Geburt dem weiblichen Geschlecht gewaltsam zugewiesen‘. Diese Formulierung wird vor allem von Inter*Personen benutzt, die bei ihrer Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen und dementsprechend operiert wurden, ohne dass ihr Einverständnis vorlag. Die Formulierung kann aber auch von Trans*Personen benutzt werden, die damit ausdrücken, dass sie aufgrund ihrer Genitalien einem Geschlecht zugewiesen wurden, dem sie sich nicht zugehörig fühlen.

CAMAB

CAMAB: Die Abkürzung CAMAB steht für coercively assigned male at birth, also ‚bei Geburt dem männlichen Geschlecht gewaltsam zugewiesen‘. Diese Formulierung wird vor allem von Inter*Personen benutzt, die bei ihrer Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen und dementsprechend operiert wurden, ohne dass ihr Einverständnis vorlag. Die Formulierung kann aber auch von Trans*Personen benutzt werden, die damit ausdrücken, dass sie aufgrund ihrer Genitalien einem Geschlecht zugewiesen wurden, dem sie sich nicht zugehörig fühlen.

DFAB

DFAB / AFAB / FAAB: Die Abkürzung DFAB steht für designated female at birth, AFAB für assigned female at birth, und FAAB female assigned at birth. Die drei Begriffe sind verschiedene Varianten von ‚bei Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen‘. Inter*Trans*– und nonbinary Personen, die bei ihrer Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen wurden, verwenden diese Bezeichnung. Es geht ihnen dabei darum auszudrücken, dass sie bei der Geburt einem Geschlecht zugewiesen wurden, mit dem sie sich nicht oder nur teilweise identifizieren können.

DMAB

DMAB / AMAB / MAAB: Die Abkürzung DMAB steht für designated male at birth, AMAB für assigned male at birth, und MAAB male assigned at birth. Die drei Begriffe sind verschiedene Varianten von ‚bei Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen‘. Inter*Trans*– und nonbinary Personen, die bei ihrer Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen wurden, verwenden diese Bezeichnung. Es geht ihnen dabei darum auszudrücken, dass sie bei der Geburt einem Geschlecht zugewiesen wurden, mit dem sie sich nicht oder nur teilweise identifizieren können.

Geschlechtszuweisende Maßnahmen

Geschlechtszuweisende Maßnahmen: Als geschlechtszuweisende Maßnahmen werden insbesondere Operationen, aber auch beispielsweise Hormontherapien, bezeichnet, die das Ziel haben, Menschen, vor allem Inter*Kinder einem Körper (meistens dem weiblichen) angleichen sollen. Der Zusatz ‚zuweisend‘ wird gebraucht, weil es sich hierbei oft um Maßnahmen handelt, die ohne das Einverständnis der Person unternommen werden.

Hermaphrodit

Hermaphrodit, Herm: Hermaphrodit ist eine veraltete medizinische, diskriminierende Bezeichnung für einen Inter*Menschen. Manche Inter*Menschen verwenden allerdings „Herm“ als positive Eigenbezeichnung.

Inter*

Inter*, Intersex*, Intersexualität / Intersex, Intersexuality: Inter*Menschen sind Menschen, deren körperliches Geschlecht (beispielsweise die Genitalien oder die Chromosomen) nicht der medizinischen Norm von ‘eindeutig’ männlichen oder weiblichen Körpern zugeordnet werden kann, sondern sich in einem Spektrum dazwischen bewegen. Bis heute werden Inter*Kinder nach der Diagnose zu einem (meistens dem weiblichen) Geschlecht umoperiert mit teilweise erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen und psychischen Problemen.