Kummerkastenantwort 5.972 – Meine Eltern finden nichtbinär sein scheiße, wie kann ich mich outen?
Hallo,
Meine familie und ich waren gerade in urlaub und bei einem abend haben wir angefangen über non binäre Personen zu sprechen. Meine schwester hat nichts dagegen, aber meine eltern finden es halt scheiße mit den ganzen Pronomen.
Ich überlege schon lange ob ich vielleicht non binär bin und habe bei dem gespräch fast angefangen zu weinen.
Soll ich mich trotzdem vor meinen eltern outen oder lieber nicht?
Und wenn ja wie soll ich das machen?
Heyyo,
das hört sich nach einer sehr komplizierten Situation an.
Ob du dich bei deinen Eltern outest oder nicht, kannst am Ende nur du entscheiden – wenn sie aber eher queerfeindlich sind, kann es auf jeden Fall hilfreich sein, wenn du dir Unterstützung holst – beispielsweise von deiner Schwester oder auch Freund*innen oder Lehrkräfte.
Und natürlich kannst du dann deinen Eltern auch erklären, dass nicht-binär sein mehr ist, als nur „andere Pronomen“ zu verwenden (und nur weil du nicht-binär bist, heißt es ja nicht, dass du auch neutrale Pronomen verwenden musst). Es geht dabei um deine Identität – darum, wie du dich selbst verstehst und und wer du bist.
Wenn du das Gefühl hast, dass ein Coming-out zu viel Stress oder Ablehnung bringen könnte, darfst du dir auch Zeit lassen oder dich erst einmal nur bei Menschen outen, bei denen du dich sicher fühlst. Dein Wohlbefinden steht an erster Stelle – du bist niemandem ein Coming-Out schuldig!
Queere Grüße, Kay



Hallöchen,
erstmal vielen Dank für eure tägliche Arbeit! Das hilft sehr🤗
Jetzt zu meinem Problem/Frage. Mein Name ist Leni, bin 27, Pronomen sie/ihr und Genderfluid. Das fühlt sich auch sehr stimmig an, da es sehr oft zwischen Männlich/weiblich oder nichts von beiden. Gefühlt oft nichts, oft auch das Gefühl von männlich und manchmal weiblich. Ach ja- Bisexuell bin ich auch :), das fühlt sich auch soweit stimmig an (bzw nach meinem Outing vor ein paar Wochen fühlt sich alles scheiße an zu dem Thema).
Ich stelle mir aber vermehrt die Frage, ob ich nicht auch (ein bisschen) trans bin? Kann man ein bisschen trans sein? Dazu die Gedanken- als Kind wollte ich immer ein Junge sein, habs gehasst ein Mädchen zu sein- mich so gekleidet, wie ein Junge verhalten usw. Ab 14 oder so dann wie ein Mädchen verhalten, vermehrt so angezogen- aber nie ein „typisches“ Mädchen, immer eher sportlich usw. Ich merke dass ich mich halt oft männlich fühle, ein bisschen dysphorie habe (unzufrieden mit meinem Körper bin, mir manchmal wünschte keine brüste zu haben) aber mit dem weiblichen Körper aber auch zufrieden bin manchmal und „stolz“ drauf ne Frau zu sein. Trotzdem kleide ich mich am liebsten wieder eher männlich und identifiziere mich mit einer trans Person aus dem Internet (jmie.wlms), dass man iwie viele Gemeinsamkeiten hat. Würde stand jetzt aber keine Transition machen usw. Ich weiß Auch nicht wie man sich weiblich fühlt.. Aber fühle mich halt oft männlich, aber manchmal auch weiblich und manchmal als nix iwie. Kann das trans sein? Oder ne Form davon? Ich kleide mich auch gerne eher „Jungshaft“/sportlich..
Also dass es iwie generell Queer ist – Bisexuell, Genderfluid aber auch trans und nicht binär? Bin da mega verwirrt/verunsichert und sehe meine Therapeutin erst in einiger Zeit wieder & hoffe ihr könnt mir helfen
Schön mal Dankeee und einen wundervollen Tag 🤗
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