Kummerkasten Antwort 173 – Binder tragen mit Hohlkreuz?

Moin liebes Team,
eine kleine Frage an euch 🙂
Und zwar ist mein Binder (natürlich von GC2B) auf dem Weg zu mir, dennoch ist mir erst jetzt etwas eingefallen was mir Sorgen bereitet.
Und zwar leide ich seit meiner Geburt an schwerer Hyperlordose oder einfacher ausgedrückt: Ich hab ein Hohlkreuz.
Kann man auch mit einem verbogenen Rücken einen Binder tragen?
Oder kann ich den unter anderen Umständen verwenden?
Oder wäre das eine schlechte Idee?
Beste Grüße!
B.

Hallo B!

Ob das eine schlechte Idee ist oder nicht, können wir dir leider nicht sagen – wir sind keine professionellen Mediziner*innen und kennen uns mit Hyperlordose nicht aus. Meiner Ansicht nach hast du allerdings zwei Möglichkeiten:

  1. Du sprichst dich mit deinen behandelnden Ärzt*innen ab, bringst ihnen den Binder mit und bittest sie ggf., sich zu informieren. Das ist auf jeden Fall die allersicherste Variante, allerdings erfordert es auch, dass du dich in der Praxis outest (falls du noch nicht geoutet bist), und das ist nicht immer eine Option. Zudem kann es auch passieren, dass deine Ärzt*innen keine Ahnung haben und deshalb skeptisch sind und dir deshalb kategorisch davon abraten.
  2. Du kannst es einfach versuchen. Ich persönlich habe Skoliose (also eine seitliche Verdrehung der Wirbelsäule) und chronische Rückenschmerzen und auch vorher mal wo gelesen, dass das gegen einen Binder sprechen könnte – ich bin aber sehr froh, dass ich es getestet habe, denn manchmal hilft der Binder sogar gegen meine Schmerzen. Wichtig ist dabei vor allem, dass du dich selbst genau beobachtest und wenn möglich den Binder erst über kürzere Zeiträume testest – wenn du da schon bemerkst, dass es deinem Rücken schadet, dann solltest du auf deinen Körper hören und lieber keinen Binder mehr tragen. Pass einfach gut auf dich auf und lerne deine Grenzen und Möglichkeiten kennen.

Für viele Menschen ist Binder tragen ein Abwiegen zwischen der körperlichen Belastung und der Dysphorie. Und selbstverständlich will ich Dysphorie nicht herunterspielen, weil ich selbst weiß, was für ein ernsthaftes Problem das sein kann – aber falls sich zeigen sollte, dass Binder tragen keine Option für dich ist, dann möchte ich dir nur sagen, dass du auch ohne Binder vollkommen valide in deinem Geschlecht bist und in jedem Fall Akzeptanz und Respekt verdienst.

Ich wünsche dir alles Gute und drücke die Daumen für den Binder!
Liebe Grüße,

Balth

Kummerkasten Antwort 172 – Ist Binden gefährlich?

Hallo an das gesamte Team!
Ich hab eine Frage zu Bindern, die sich letztens durch eine Konversation ergab.
Und zwar meinte ein Bekannter zu mir, dass das Binden gefährlich sei; nannte mir aber keine Gründe warum.
Ich war gerade dabei mir einen Binder von GC2B zu kaufen, da alle meinten dass diese Firma mitunter am besten wäre.
Das verunsichert mich halt stark, denn auch wenn ich dysphorisch bin, bin ich das nicht immer und möchte dementsprechend keine Schäden an der Brust oder den Rippen erleiden.
Liebe Grüße,
J

CN: Beschreibungen von möglichen Verletzungen beim Binden

Hallo J,

Es gibt keine einfache Ja-oder-Nein-Antwort auf diese Frage – an sich hat dein Bekannter nicht unrecht, Binden kann gefährlich sein. Die Betonung liegt aber auf “kann”, und es gibt sehr viele Möglichkeiten, für deine Sicherheit zu sorgen.

Was auf jeden Fall gefährlich werden kann, ist mit nicht elastischen Mullbinden oder anderem nicht elastischem Material deine Brust abzubinden – vor allem, wenn zu hoher Druck aufgebaut wird, kann das die Rippen beschädigen und das ist echt riskant.

Mit einem richtigen Binder (z.B. von gc2b) bist du aber auf jeden Fall auf der sicheren Seite: Diese Binder sind aus elastischem Material gemacht und in der richtigen Größe bauen sie nicht zu viel Druck auf, lassen dich gut atmen und können bei gutem Sitz sogar bequem sein. Auch wenn du einen Binder trägst, kannst du weiter für deine Sicherheit sorgen, z.B. indem du auf deinen Körper achtest, den Binder nicht zu lange am Stück trägst, genug trinkst und bei jedem Anzeichen von Atemnot oder Schmerzen den Binder sofort ausziehst. Wenn es eine*n Ärzt*in gibt, dier du vertraust, dann kannst du ja vllt. auch dort den Binder einmal ansprechen oder mitbringen – viele Ärzt*innen kennen sich allerdings kaum oder gar nicht aus und können deshalb auch skeptisch reagieren. Entscheide also selbst, ob drüber reden eine Option für dich ist. Allerdings kann dir niemand verbieten, den Binder zu tragen, auch keine Ärzt*innen.

Jedenfalls solltest du dich nicht verunsichern lassen, wenn du einen Binder tragen möchtest. Informiere dich einfach gut über alles, was du wissen möchtest, um dich sicher zu fühlen, z.B. in unserer Binder-Broschüre. Viele Menschen tragen täglich Binder und haben keine Probleme damit, es ist also auf jeden Fall einen Versuch wert! Gerade, wenn du dir am Anfang noch unsicher bist, kannst du den Binder ja auch erstmal nur für ein oder zwei Stunden daheim tragen und dich ein bisschen austesten.

Alles Gute mit dem Binder!
Viele Grüße,

Balth

Kummerkasten Antwort 100 – jung und nicht weiblich – aber was?

Hey.
Ich habe mir ein paar Fragen und Antworten von anderen Menschen durchgelesen, aber irgendwie beschreibt keine einzige wirklich mich.
– Ich bin weiblich, trage aber nicht gerne weibliche Klamotten, möchte aber auch nicht männlich sein, und andererseits mag ich das Personalpronomen “sie” nicht und will keine Brüste haben. –
Ich möchte auch eigentlich nicht, dass irgendwer davon erfährt. Zudem bin ich noch ziemlich jung.

Hey Unbekannte*r,

danke für deine Frage. Was du beschreibst, klingt für mich, als könntest du agender sein oder vielleicht eine andere nichtbinäre Identität haben. Nichtbinär ist ein Label aus dem Bereich von trans Identitäten und beschreibt alle Menschen, die sich nicht ausschließlich als männlich oder weiblich definieren. Wer nichtbinär (oder trans im Allgemeinen) ist, kann sich nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren – in deinem Fall weiblich. Es gibt noch sehr viel mehr Geschlechter als nur männlich und weiblich, das wird aber in unserer Gesellschaft oft versteckt, und es ist deswegen verständlich, dass du verwirrt bist. Das ist voll okay.

Nichtbinär ist ein Überbegriff für sehr viele verschiedene Geschlechter, die nicht männlich oder weiblich sind – agender ist eins davon. Wer agender (oder auch genderlos oder geschlechtslos) ist, hat kein Geschlecht oder kann mit Geschlecht an sich nichts anfangen. Vielleicht kannst du ja mit einem dieser Begriffe etwas anfangen? Wenn nicht, ist es auch voll okay – du bist überhaupt nicht verpflichtet, dich auf ein Label festzulegen. Stattdessen kannst du auch einfach nur tun, was sich gut und richtig anfühlt, ohne es genau benennen zu müssen. Du könntest z.B. deine Brüste mit einem Binder abbinden – wie das geht und was du dabei beachten musst, kannst du in unserer Binderbroschüre erfahren. Du kannst außerdem mit Pronomen experimentieren, wenn “sie” sich nicht gut anfühlt. Vielleicht passt dir ja “er” oder “es” besser, oder vielleicht möchtest du dir ein eigenes Pronomen überlegen? Viele nichtbinäre Menschen in Deutschland mögen es aber auch, kein Pronomen zu verwenden, also statt Pronomen einfach immer nur den eigenen Namen oder eine Kurzform davon zu benutzen. Vielleicht fühlst du dich sicher genug, um ein paar Freund*innen oder Familienmitglieder zu bitten, andere Pronomen für dich zu verwenden. Wenn du dich das nicht traust, kannst du die neuen Pronomen aber vielleicht auch einfach nur anonym und online ausprobieren, z.B. auf einem Social-Media-Account oder so.

Es ist vollkommen okay, sich nicht zu outen. Du bist überhaupt nicht verpflichtet, irgendwem dein Geschlecht zu offenbaren und wem du es erzählst oder nicht erzählst, bleibt ganz allein deine Sache. Es ist vollkommen okay, es niemandem zu erzählen, oder nur ganz wenigen Leuten – es ist voll und ganz deine Entscheidung, wie du dich vor wem outest. Außerdem darfst du dir dafür so viel Zeit lassen, wie du brauchst.

Ganz viel Erfolg bei deiner Selbstfindung! Komm jederzeit vorbei, wenn du noch weitere Fragen hast. 🙂
Viele Grüße,

Balthazar

Kummerkastenantwort 72 – Nicht trans, aber dysphorisch?

Triggerwarnungen für Homo- und Transfeindlichkeit

Hallo erstmal und cool dass es so eine Möglichkeit gibt. Ich heiße Jasmin bin 13und ziemlich sicher dass ich lesbisch bin, also werden Haters denken gott die is ja viel zu jung aber das ist mir egal. Mir liegt was anderes auf dem Herzen. Ich hab schon seit über einem Jahr das Gefühl dass ich mir nicht sicher über mein Geschlecht bin, reden kann ich darüber leider mit niemandem, da meine Familie sehr gegen LGBT+ ist und meine Freunde größten Teils auch. Ich hab mich mal bisschen informiert und bin auf den Begriff “Dysphorie” gestoßen. Als ich, auch über euer Lexikon, mehr darüber erfahren habe war ich mir ziemlich sicher dass es auf mich zutrifft, denn ich bin ziemlich unzufrieden mit meinem Körper, auch durch bspw. Meine Brust, Stimme und so weiter und ich versuche auch, so unauffällig wie möglich, es etwas zu unterdrücken und zu verstecken usw. Mein Problem ist halt dass ich selbst nicht ein Junge sein will, also klar wäre das okay aber ich würde mich nicht als Transgender bezeichnen da ich ja auch kein Problem habe ein Mädchen zu sein es stört mich einfach dass das alles so mit den Geschlechterrollen und Vorurteilen zusammen hängt, entweder ist man Typisch Mädchen für die anderen oder Typisch Junge und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll und was ich dagegen tun kann denn immer wenn man mich mit sowas konfrontiert und dann diese Klischees kommen und ich einfach nicht aif diese Typschen Mädchen Klischees zutreffe jnd als Möchte-Gern-Junge abgestempelt werde komme ich damit nicht klar und weoß dann nicht was ich tun soll, weil ich dann leider immer wieder denkey vllt haben die ja recht und ich will nur Aufmerksamkeit, aber dann merke ich wieder dass es nicht stimmt. Wisst ihr von Queer Lexikon wie ich in Solchen Situationen ambesten reagiere und wie ich damit umgehen kann. Ich hoffe ich hab es nicht irgendwie undeutlich erklärt oder so, danke im Voraus für eure Hilfe 🙂

Hi!
Ich heiße Jasmin. Ich hab vor ca. 1 1/2 Jahren gemerkt das ich auf Mädchen stehe. Seit meiner Pubertät hab ich gemerkt, dass ich gar nicht in diese ganzen Geschlechter Rollwn passe und so. Ich bin zwar ein Mädchen, bin mit meinem Geschlecht auch ganz zufrieden nur ich hab trotzdem oft damit zu kämpfen. Beispielsweise hasse ich es dass ich einen Busen habe. Ich hab mich viel im Internet erkundigt und bin auf Binder gestoßen. Ich hab auf eurer Seite dann auch diese Broschüre gelesen aber das Problem ist bei mir, ich kann mir diese Binder nicht kaufen ohne das meine Eltern davon mitbekommen. Sie sidn halt sehr Homophob und Transphob und generell sehr gegen LGBT+. Weswegen ich einfach immer so wenig körperbetonte Kleidung anziehe und teilweise auch Kleidung für Jungs. Ich bin dann nach einiger Zeit auf den Begriff Dysphoria gestoßen und denke das das ziemlich auf mich zu trifft. Jetzt ist die Frage, ist es okay wenn man Dysphoria hat obwohl man nicht Trans ist oder Non-binär? Was kann man eigentlich gegen Dysphoria tun?

Hallo Jasmin,

ich habe deine zwei Fragen in eins gepackt, ich hoffe, das ist okay.

Zuerst mal kann ich total verstehen, wie frustrierend es ist, dass alle irgendwelche Erwartungen an dich und deine Geschlechterrollen haben. Das passiert in unserer Gesellschaft leider noch viel zu oft, dass uns irgendwelche Stereotype aufgedrückt werden, die einfach nicht passen, und es tut mir leid, dass du diese einengenden und negativen Erfahrungen machst.

Dysphorie, auf deutsch auch oft Leidensdruck genannt, hat nicht unbedingt immer was mit trans sein zu tun – auch wenn es fast immer so verwendet wird. Wenn du dich unwohl fühlst mit der Geschlechterrolle, die dir von deinem Umfeld aufgedrängt wird, dann finde ich, der Begriff Dysphorie beschreibt dich gut. Und du sagst ja auch selbst, dass das auf dich zutrifft. Falls dich die Frage nach Geschlechterrollen weiter verwirrt oder du dich mehr damit auseinandersetzen willst, kannst du dich vielleicht mal mit dem Begriff “Butch” beschäftigen. Das ist ein Begriff aus lesbischen Communities, der vor allem lesbische Frauen (aber auch andere wie z.B. bisexuelle Frauen oder nichtbinäre Lesben) bezeichnet, die sich in ihrer Geschlechterrolle (also wie sie sich gesellschaftlich verhalten) oder in ihrer Geschlechtspräsentation (also wie sie sich anziehen und selbst darstellen) irgendwie mit Männlichkeit verbunden fühlen – oder halt mit dem, was von der Gesellschaft als männlich wahrgenommen wird. Vielleicht kannst du ja mit so einem Begriff was anfangen?

Was die Binder angeht: Es ist sehr schwierig, einen Binder zu kaufen, ohne dass deine Eltern etwas davon mitbekommen. Pass bitte gut auf dich auf – wenn du denkst, dass deine Eltern wirklich schlecht reagieren würden, dann erzähle ihnen besser erst mal nichts davon. Es ist vollkommen okay, das für dich zu behalten, vor allem, wenn es darum geht, dass du dich sicher und wohl fühlen musst. Hier sind ein paar Ideen, wie du Schwierigkeiten vermeiden kannst: Viele Firmen, die Binder verkaufen, schicken ihre Produkte in unbeschrifteten Paketen – von außen ist also nicht zu erkennen, was drin ist. Du könntest evtl. behaupten, dass ein Geschenk für deine Eltern (zum Geburtstag, zu einem Festtag o.ä.) drin ist, damit sie es nicht aufmachen – aber das ist riskant. Vielleicht kennst du eine andere Person, die für dich einen Binder bestellen kann, ohne dass es Probleme zu Hause gibt. Vielleicht gibt es auch bei dir in der Nähe einen queeren Jugendtreff oder ähnliches? Dort gibt es immer mal wieder Binder zu verschenken, oder irgendwer dort könnte dir helfen, einen Binder zu kaufen, ohne dass deine Eltern es erfahren. Falls das alles nicht möglich ist, kannst du es auch immer noch mit Sport-BHs oder engen Unterhemden versuchen; die binden zwar nicht so gut wie ein richtiger Binder, sind aber eine günstige und ungefährliche Option, wenn Binder nicht möglich sind.

Was gegen Dysphorie und miese Situationen mit Geschlechterstereotypen am besten hilft, ist leider für alle unterschiedlich. Du wirst selbst Wege und Methoden finden, damit am besten umzugehen. Am meisten hilft es aber in unserer Erfahrung, wenn du Leute findest, mit denen du über diese Themen reden kannst – vielleicht mit deinen Freund*innen, in einer queeren Jugendgruppe vor Ort oder online. Du findest bestimmt einen guten Weg, du selbst zu sein, und mit der Zeit findest du sicher auch Leute, die dich so akzeptieren, wie du bist und die dir helfen, wenn mal wieder wer nicht so gut reagiert.

Wir wünschen dir alles Gute und sind gerne jederzeit für dich da!
Liebe Grüße,

Balthazar

Neue Kummerkastenantwort 45

Hey!

Wisst ihr, ich hab ewig lang darüber nachgedacht, mir die Brüste abzubinden und es eines Tages dann endlich getan- ich hab ewig gebraucht und zwei Rollen Verband, vor allem weil meine Brüste recht groß und unterschiedlich groß sind. Und obwohl es unangenehm war, fühlte es sich gut an, bei mir keine Brüste mehr zu sehen. Doch eine Frage meiner Psychologin ließ mich das Thema wieder fallen lassen: Ob ich einen Penis will. Ehrlich gesagt: Keine Ahnung.
Ich dachte eine Weile, ich wäre genderfluid, das würde vielleicht erklären, wie ich mal meine Brüste toll finde und wie ich sie mal am liebsten abreißen würde. Aber dann kann ich mir nicht wirklich vorstellen, einen Penis zu haben…

Vllt wisst ihr ja Rat?

Lea

Hallo Lea,

danke für deine Frage! Geschlecht ist ein ganz schön kompliziertes Thema, das wissen wir. Für viele Menschen braucht es lange, um die eigene Geschlechtsidentität kennenzulernen – das ist voll okay, nimm dir gerne alle Zeit, die du brauchst, um dir darüber im Klaren zu werden.

Wichtig zu wissen ist, dass Geschlecht und Genitalien nicht zusammenhängen müssen. Egal, welches Geschlecht oder welche fluiden Geschlechter du hast, ein Wunsch nach einem Penis muss nicht unbedingt etwas damit zu tun haben. Wenn du dich momentan mit deinen Genitalien nicht unwohl fühlst, dann ist das etwas Gutes und nichts, worüber du dir den Kopf zerbrechen musst, und das bedeutet nicht, dass du deswegen nicht genderfluid oder irgendeine andere Art von trans oder nichtbinär sein kannst. Viele Menschen, vor allem viele Ärzt*innen und Therapeut*innen, verbinden trans / nichtbinär / genderfluid sein immer mit einem Unzufriedensein mit dem eigenen Körper und vor allem mit den Genitalien – aber tatsächlich ist es für alle trans und nichtbinären Menschen ganz unterschiedlich, wie wohl oder unwohl sie sich mit welchen Teilen ihres Körpers fühlen!

Wenn es sich manchmal gut anfühlt für dich, dir die Brüste abzubinden, und du an anderen Tagen gar kein Problem mit deinen Brüsten hast, dann ist das vollkommen okay. Du solltest nur wissen, dass es gefährlich sein kann, dir die Brüste mit Verbandsmaterial abzubinden. Vor allem, wenn die Mullbinden/Verbände nicht elastisch ist, kannst du dir damit sehr schaden und zum Beispiel dein Brustgewebe, deine Rippen und/oder deine Lungen beschädigen. Wie du gut und sicher deine Brüste abbinden kannst, wenn du es brauchst, erfährst du in unserer Binderbroschüre hier.

Liebe Grüße und alles Gute für dich,

Balthazar