Kummerkastenantwort 265 – Bin ich nonbinary oder ein trans Mann?

TW: Hier geht es unter anderem um Dysphorie und Perioden

Hi Kummerkasten team hier ist C. 19 Jahre alt und afab.

Ich bin mir nicht sicher wie ich meine Frage ganz formulieren soll also beschreibe ich einfach mein Problem. Ich habe mich vor ca. nem halben Jahr als non binary geoutet und benutzte seit dem männliche Pronomen.

Ich stelle mir nun schon länger die Frage ob ich vllt doch ein Mann bin. Ich benutzte z.B. einen Binder und fühle mich damit sehr wohl. Ich trage auch maskuline Kleidung, Boxershorts und versuche als typ wahrgenommen zu werden.

Ich freue mich wenn mich andere für einen Jungen halten. Und habe Disphoria im Bezug auf meine Hüfte, Brust und meine Stimme.

So weit so gut aber es gibt auch dinge die nicht ganz dazu passen
z.B. habe ich eher wenig bis keine Disphoria mit meiner Periode ich mochte sie zwar noch nie und wäre glücklicher wenn sie nicht mehr da wäre aber ich bin an sie gewöhnt. Auch mein Verhalten passt nicht immer ganz denn ich mag es vom Charakter her eher ein Softboi zu sein als der maskulinste im Raum.

Ich habe einen nichtbinären Bruder und einen guten Trangender (ftm) freund. Ich vergleiche mich oft mit ihnen und bin noch viel verwirrter. Oft passt das was mein Bruder sagt gut zu dem wie ich mich fühle aber auch andersrum wenn mein ftm freund beschreibt wie er sich fühlt kann ich das nachempfinden.

Es ist wirklich schwer zu erklären aber ich wäre gerne ein Junge, bin mir aber nicht sicher ob ich auch einer bin. Ich weiß das ich eine Mastek möchte und das ich Testo nehmen will (eher eine kleine Dosis) aber weiß nicht ob das so gut ist bevor ich mir nicht 100% sicher bin.

Ich finde ebenfalls meinen Namen gut (er ist Unisex) weiß aber nicht ob ich ihn ändern soll weil er sehr feminin klingt und mich das manchmal stört oder ob ich mir nur einen maskulineren zweitnamen zulegen soll.

Ihr seht ich habe viele Probleme und Bin sehr verwirrt ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen
Danke im voraus für die Antwort
Lg. C.

Hallo C,

es ist voll okay, dir nicht ganz sicher zu sein – manchmal verschwimmen die Grenzen, die wir zwischen den Geschlechtern gezogen haben, und es stellt sich heraus, dass wir vielleicht alle gar nicht so verschieden sind und dass Geschlecht nur ein Faktor von vielen ist, der uns ausmacht.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die nichtbinäre Erfahrungen und die trans Mann Erfahrungen sehr viele Überschneidungen für viele Menschen haben. Es gibt viele Menschen, die nichtbinär sind und Zugriff auf OPs und Hormone brauchen, um sich wohl zu fühlen. Es gibt außerdem trans Männer, die z.B. vor einer OP zurückschrecken oder sich bewusst gegen eine entscheiden. Es gibt nicht die eine Art und Weise, trans oder nichtbinär zu sein, und alle wählen unterschiedliche Wege, haben unterschiedliche Empfindungen und gehen unterschiedlich damit um. Es ist z.B. auch nicht zwingend so, dass alle trans Männer Dysphorie wegen ihrer Periode haben, oder dass eine solche Dysphorie ein Zeichen dafür ist, dass eine Person ein trans Mann ist. Manche trans Männer haben recht wenig Dysphorie, manche nichtbinäre Menschen sehr viel. Manche nichtbinäre Menschen möchten gern super maskulin oder feminin sein, manche trans Männer möchten nicht dem männlichen Stereotyp entsprechen, sondern lieber selbst bestimmen, was es für sie bedeutet, ein Mann zu sein. Wenn wir so lange dafür gekämpft haben, dass Männer auch Kleider, Makeup und Nagellack tragen dürfen, auch Gefühle zeigen und einfühlsam sein dürfen, auch verletzlich sind – warum sollte das dann nur für cis Männer gelten und nicht erst recht für trans Männer?

Ob du nun nichtbinär oder ein trans Mann bist, das kann ich dir leider nicht beantworten, da musst du herausfinden, was sich am besten anfühlt. Vielleicht was dazwischen, wie z.B. “demiboy“? Oder vielleicht kann dir der Youtuber Aaron Ansuini helfen – er bezeichnet sich als beides, trans Mann UND nichtbinär, und sagt, dass seine Nichtbinarität etwas ist, was er zusätzlich zu seiner trans Männlichkeit in sich trägt. (Aaron ist sowieso ganz toll und macht super videos!)

Was solche Maßnahmen wie Mastek und Testo betrifft: Zum einen ist es vielleicht gut, wenn du dich über beides ausführlich informierst, bevor du da irgendwelche Schritte einleitest. Die Wirkungen von Testosteron sind größtenteils wieder rückgängig zu machen, wenn du damit aufhörst, aber bei einer Mastek ist das schon was anderes. Testosteron kann ganz verschiedene Auswirkungen haben und du solltest dir Gedanken darüber machen, ob du mit allen einverstanden bist. Ich traue dir allerdings zu, dass du dich gut informierst und auch schon informiert hast. Und dann frage dich: Hängt die Entscheidung, was für Maßnahmen du ergreifen willst, denn überhaupt davon ab, welches Label du für dein Geschlecht verwendest? Es klingt für mich so, als wäre die Entscheidung mit der Mastektomie und dem Testosteron für dich schon getroffen und du klingst sehr sicher darüber, obwohl du über dein Geschlecht unsicher bist. Die Maßnahmen, die du ergreifen willst, können für dich gut und richtig sein, egal wie du dich bezeichnest. Es ist aber gut, dass du deine Unsicherheit nicht einfach ignorierst, sondern zu Wort kommen lässt. Es ist gut, erst mehr Sicherheit für diese Entscheidungen zu gewinnen, bevor du diese Schritte machst.

Und zuletzt zu deinem Namen: Wie wäre es, wenn du dir z.B. einen Zweitnamen zulegst, der etwas maskuliner ist als dein jetziger, und eine Weile lang ausprobierst, ob der neue Name sich besser anfühlt als dein bisheriger? Dann hast du in Zukunft beide Optionen und kannst dir aussuchen, ob Leute dich lieber mit deinem bisherigen Namen oder mit deinem neuen Zweitnamen ansprechen sollen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig bei deinen Fragen helfen und ich wünsche dir alles Gute!

Viele Grüße,
Balthazar

Kummerkastenantwort 244 – Wie kann ich eigentlich meinen Namen ändern?

Hallo Queerkumerkasten-Team,
Ich (biologisch weiblich) habe seit längerem das Gefühl, dass ich eigentlich nicht wirklich weiblich bin. Mir gefällt aber auch die Bezeichnung männlich nicht, weshalb ich mir Gedanken gemacht habe und zu dem Schluss gekommen bin, dass ich wahrscheinlich genderfluid bin.
Ich kleide mich schon ziemlich maskulin (da ich, wenn ich mich ins binäre Geschlechtssystem einordnen müsste, eher männlich wäre) und möchte mich bei meinem Vater outen, damit er mir einen Binder kaufen kann.
Jetzt habe ich aber das Problem, dass mein Name Charlotte sehr weiblich ist, weshalb ich mich nach einem neuen geschlechtsneutralen Namen sehne.
Jetzt wollte ich euch fragen, ob ihr eventuell Vorschläge hättet, die nicht ganz so stark von Charlotte abweichen.
Meine zweite Frage ist, wie man in Deutschland seinen Nama offiziell ändern kann, da ich immer nur was für Transpersonen finde und die Namensänderung dann auch nur mit Hormontherapie und Geschlechtsangleichung genehmigt wird. Diese beiden veränderungen möchte ich aber gar nicht machen.
Schonmal Danke für die Antwort
Charlotte
Ps: Ich finde eure Seite super, da ihr mir schon bei vielen Dingen geholfen habt

Hallo,

Ganz schnell zu deiner ersten Frage: Was könnte so ähnlich wie Charlotte sein, aber nicht so sehr weiblich klingen? Charlotte kommt aus dem französischen und ist die weibliche Form von Karl oder Charles. Charly oder Charlie wird als Name für Frauen und Männer verwendet. Vielleicht ist das ein Anfang um mal ein wenig drüber nachzudenken.

Deine zweite Frage bezieht sich auf Namensänderung. Da gibt es in Deutschland drei Möglichkeiten. Falls du eine doppelte Staatsbürgerschaft hast, finde auf jeden Fall auch raus, wie das im anderen Staat geht, einige Staaten haben da deutlich bessere Regelungen.

Von den drei Möglichkeiten, die es in Deutschland gibt, seinen Vornamen zu ändern, kommen für dich wahrscheinlich nur 2 in Frage: Änderung nach Transsexuellengesetz und die Änderung nach Personenstandsgesetz 45b. Die dritte Variante ist für Menschen vorgesehen, deren Name lächerlich, sehr ungebräuchlich wirkt oder mit Traumata verbunden ist. Bei einer solchen Änderung darf aber eigentlich nur ein Name gewählt werden, der dem selben Geschlecht zugeordnet ist. Daher fällt das weg.

Bei einer Änderung mittels Transsexuellengesetz benötigst du 2 unabhängig voneinander erstellte psychologische Gutachten, die bescheinigen, dass du trans bist. Das ist medizinisch/psychologisch/wissenschaftlich eigentlich völliger Unfug, steht aber so im Gesetz. Der Ablauf ist so, dass du beim Amtsgericht einen Antrag stellst, Gutachter*innen vorschlägst, das Gericht stimmt den Vorschlägen in der Regel zu. Dann gehst du zu den Gutachter*innen, lässt diese Gutachten erstellen, die gehen an das Gericht. Dann gibt es (meistens der Form halber) ein Gerichtsverfahren und am Ende kannst du eine neue Geburtsurkunde bekommen, in der ein anderes Geschlecht und/oder ein anderer Name drin steht. Alle weiteren Anforderungen, die mal im TSG standen, hat das Bundesverfassungsgericht mittlerweile für ungültig erklärt, weil sie gegen das Grundgesetz oder die Menschenrechte verstoßen haben.

Bei einer Änderung über das Personenstandsgesetz geht das grundsätzlich einfacher. Dabei sieht das Gesetz auch vor, dass der Geschlechtseintrag geändert werden muss – ich bin mir nicht sicher, ob das immer eingehalten wird, und ob eine Änderung von weiblich nach weiblich in dem Sinne eine Änderung ist. Der Geschlechtseintrag kann aber auch komplett gestrichen oder durch „divers“ ersetzt werden- im Zuge einer solche Änderung kann auch der Vorname geändert werden. Das Verfahren funktioniert hier so, dass mit einer ärztlichen Bescheinigung, die eine „Variante der Geschlechtsentwicklung“ attestiert, auf dem Standesamt ein Antrag nach Personenstandsgesetz §45b gestellt wird. Was dabei genau eine Variante der Geschlechtsentwicklung ist, steht nicht näher im Gesetz. Der lsvd geht in einem Rechtsgutachten davon aus, dass auch Personen, die trans sind, solche Anträge stellen dürfen. Zudem darf das Standesamt keine Begründung zu diesem Attest verlangen und Ärzt*innen müssen und dürfen dem Amt gegenüber keine Auskünfte geben. Auch wenn ein solcher Antrag erfolgreich gestellt wird, kann die Geburtsurkunde geändert und ein neuer Vorname eingetragen werden.

Wieso ist das alles so kompliziert? Das TSG ist schon sehr alt und war früher noch viel schlimmer. Menschen haben immer wieder gegen Entscheidungen geklagt und das Verfassungsgericht hat immer wieder Teile davon für ungültig erklärt. Das Personenstandsgesetz wurde erst 2018 geändert und §45b erst eingeführt. Die jetzige Fassung lässt sich eigentlich nur damit erklären, dass diejenigen, die das Gesetz erarbeitet haben, eigentlich auch nicht so genau wussten, was sie da machen, aber was möglichst kompliziertes erreichen wollten.

Das ist ziemlich frustrierend, aber es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer. Die deutsche Gesellschaft für trans- und intersexualität stellt sogenannte Ergänzungsausweise aus. Die lassen sich online beantragen und du brauchst dazu nur einen Personalausweis, ein Bild, das dich zeigt, wie du gerne wahrgenommen willst, und einen Namen, den du da drauf stehen haben willst. Zusammen mit deinem richtigen Ausweis kannst du dich dann mit dem Ergänzungsausweis als die Person ausweisen, die du bist. Viele Firmen und Organisationen erkennen dgti-Ausweis an, so dass viel auch schon offizielle Namensänderung mit deinem richtigen Namen möglich wird. Eigentlich wäre eine Welt, in der so ein Ausweis gar nicht Not tut, eine sehr schöne, aber so lange, wie wir noch solche Gesetze haben, die das alles derart umständlich machen, bin ich froh, dass es ihn gibt.

Also nochmal in aller Kürze: Ja, Name ändern, ohne eine Hormonersatztherapie, Operationen oder den Geschlechtseintrag zu ändern, geht, ist aber langwierig. Der Ergänzungsausweis kann für die Übergangszeit nützlich sein.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Falls dir ein guter Name einfällt, oder du noch mehr Fragen dazu hast, schreib uns gerne wieder.

Liebe Grüße.
Xenia

Über Machtlosigkeit

Ich habe vor ein paar Tagen etwas gelesen und es lässt mich nicht mehr los. Ich würde mir wünschen, dass das eine Empfehlung ist, weil ich das allerbeste Buch gefunden hätte. Das schönste Gedicht. Oder das schlechteste Wortspiel. 

Nein, das hier wird ein Text über Machtlosigkeit. Über Frust. Und auch ein wenig über Wut. Das ist ein Text, um das aus meinem Kopf rauslassen zu können. Ein Text, um damit nicht allein zu sein. Ein Text, der ein bisschen von der Seele schreit.

Was war es, dass mich so sehr getroffen hat? Es war ein Thread auf Twitter. Ich weiß nicht mehr, worum es eigentlich ging. Ich weiß nicht mehr, was sonst im Tweet stand. Ich erinnere mich nur an das eigentliche Wortgefüge.

trans-identified male

Irgendsoein Tweet, 2019

Warum trifft mich das? Weil es unsere Worte sind. Ich weiß, es ist nicht klar, ob es die beste Idee ist, „ich identifiziere mich als Frau“ zu sagen. Identifikation heißt Zuschreibung. Und wenn Geschlecht zugeschrieben werden kann, scheint es oft eine offene Debatte zu sein, wer da etwas zuschreiben darf und wer nicht. Let‘s not go there.
Trotzdem. Identifizieren ist (noch) queere Sprache. Trans ist queere Sprache.

Und ich glaube, ohne Kontext wäre das für mich nicht wild gewesen. Ohne Kontext hätte ich vielleicht eine Augenbraue gehoben, mich gewundert und geschlossen, dass es um einen Mann geht, der trans ist.

Es ging um eine Frau. Eine Frau, die trans ist. Und das macht, dass das immer noch weh tut. Weil so sind diese zwei Worte mächtiger als jeder Aufsatz, der auf überholten Prämissen fußt und behauptet, dass es uns nicht gebt. Weil sie ganz klar sagen, dass diese Zuschreibung, die wir über uns machen, nicht valide ist. Unser Geschlecht, im Falle des Tweets, Frau, wird noch nicht mal genannt. Die Formulierung biegt das hin darauf, dass wir von uns sagen, trans zu sein und Männer sind. Sie spricht uns ungefähr alles ab, was wir sind. In zwei Worten. In Schärfe. In Präzision. Direkt. Gnadenlos. Endgültig.

Und das tut weh. Das macht mich sauer. Das ist keine Sache auf persönlicher Ebene. Das ist kein Versehen aus Unwissen. Das ist Sprache geschaffen dazu, uns verschwinden zu lassen, uns auf ein „wir glauben, wir sind, aber eigentlich“ zu projizieren.

Da ist Frust. Da ist sehr viel Frust. Ich werde Menschen, die diese Formulierungen bauen, nie debattieren, ich werde nie Argumente liefern können. Ich werde nie zeigen können, wie viel so etwas zerstört. Selbst wenn, ich wüsste nicht, ob das irgendwas ändern könnte.

Vielleicht, vielleicht wäre das der Moment für einen Aufruf. Einen Aufruf, Menschen nicht mit so Mist durchkommen zu lassen. Diese Wortwahl, diese Rhetorik outzucallen, wo immer sie auftaucht. Zu sagen, warum das so falsch ist.

Oder das ist ein anderer Moment. Der Moment für die bedingungslose Zusage. Wenn ich sage, dass ich eine Frau bin, bin ich eine Frau. Wenn du sagst, dass du eine Frau bist, bist du eine Frau. Und niemand hat das Recht, an dieser Stelle zu widersprechen.

Wahrscheinlich eher nicht. Wir wissen, dass das eine falsch ist, und das andere haben wir uns schon tausend Mal zugesprochen.

Es ist der Moment, in dem ich nichts davon tue. Mir ist nicht danach, jetzt die Revolution zu wollen, ich glaube gerade nicht dran, dass ich oder wir da was verändern können. Es ist nicht der Moment, an dem ich irgendwem zusprechen kann, dass es besser wird, dass der Tag in Sicht ist, wo wir das alles hinter uns lassen, und auch nur ein Wort davon glaube. Es ist der Moment in dem ich noch nicht mal mehr „Nein“ sage oder den Kopf schüttle.

Es ist der Moment, an dem ich genau gar nichts tue und der, an dem ich, selbst wenn das sehr schwierig wird, nicht kaputt gehe. An dem ich mich erinnere, dass es um mich geht. Darum, was ich schon erreicht habe, darum wer ich bin, und darum, wo ich vielleicht noch hinwill. Und daran, dass es eine Person, die ich noch nicht mal kenne, die mich nie direkt angesprochen hat, niemals so viel Macht über mich haben darf.

Denn: Egal welche Worte es sind, egal, was sie sagen, egal, was sie bedeuten. Ich bin noch da. Die Worte können ein Weltbild ausdrücken, in dem es nicht gibt. Diese Worte können versuchen mich aus der Existenz zu schreiben, aber am Ende bin ich noch hier. Weil diese Worte niemals wahr sein können.

Kummerkastenantwort 221: Ich bin über mein Geschlecht verwirrt.

Hallo erstmal
Ich bin 15 Jahre und sehr verwirrt.
Ich bin mir nicht sicher, was mein Geschlecht angeht. Mir ist es egal ob man er oder sie nutzt und es interessiert mich nicht, wenn ein Kleidungsstück eher “männlich” oder “weiblich” ist. Ich habe mich über neutrale Geschlechter informiert und bin trotzdem verwirrt. Ich möchte mehr Klarheit, was mein Geschlecht angeht haben. Ich plane mein Outing als pansexuel und würde mich dabei auch direkt mit meinem Geschlecht outen.

Liebe Grüße von kiri

Hallo Kiri,

das ist natürlich nicht ganz einfach – wenn du einerseits merkst, dass die Labels, die kennst, nicht so richtig passen, du aber andererseits gerne eines Nutzen möchtest. Für sich genau genommen ist beides ja auch erstmal kein Problem.

Wenn du dir unsicher bist, was für ein Geschlechtslabel für dich passend ist, kannst du überlegen, ein sehr breites, in das sehr viel hinfällt zu nutzen: Enby, für nicht-binäre Person oder Neutrois als ein Label für ein neutrales Geschlecht.

Eine andere Möglichkeit ist, offensiv mit dieser Unsicherheit umzugehen, und als Label tatsächlich „questioning“ zu nutzen. Das zeigt sehr klar, dass du selbst fragend bist – ist valide und benennt das ganze treffend.

Für die Pronomen kannst du zu jeden Label, die Pronomen, die du nutzen willst, benennen. Es wäre also auch ok, zu sagen, „ich bin ein Mann und verwende sie/ihr-Pronomen“. Nicht unbedingt üblich, aber möglich. Du kannst hier also frei kombinieren, was sich richtig anfühlt. Ein Label bindet dich nicht an bestimmte Pronomina.

Hoffentlich war das für dich ein wenig hilfreich. Ich wünsche dir in jedem Fall ein gutes und sicheres Coming Out, unabhängig davon, was du dabei für Label benennst. Wenn du möchtest, kannst du auch gerne noch mal kurz schreiben, wenn du out bist, und erzählen, wie und ob du dich entschieden hast.

Liebe Grüße
Xenia

Kummerkastenantwort 219: Welches Geschlecht habe ich?

Hallo ich bin männlich 18 und bin einfach nur verwirrt ich bin zwar ein Mann doch fühle ich mich auch als frau als ob ich beider Geschlechter in mir habe. Naja ich weiß hat nicht wo ich hin gehöre ich will kein OP oder so mach mich mag eigentlich mein Körper ober trotzdem wäre ich hin und wieder auch eine Frau das verwirrt mich halt so

Hallo,

So ein Durcheinander im Kopf ist manchmal ziemlich anstrengend. Ich habe sicher von außen keine umfassende Lösung oder die ultimative Antwort. Gerne teile ich aber ein paar Gedanken, in der Hoffnung, dass sie ein wenig Struktur geben können:

Körper und Geschlecht bedingen sich nicht. Männer können Brüste haben, Frauen Bärte. Das ist zwar bisher nicht üblich, aber möglich. Daher ist es vollkommen ok, trans zu sein, aber sich körperlich nicht verändern oder verändern lassen zu wollen.

Ausprobieren ist in Ordnung. Du musst nicht erst hundertprozentig sicher sein, um ein Coming Out zu haben. Es ist valide auch unsicher „rauszukommen“ und im Coming Out erstmal etwas zu sagen wie „ich bin mir nicht sicher, aber ich könnte eine Frau sein und möchte ab jetzt sie-Pronomen nutzen“. Vielleicht auch erstmal nur in einem sehr kleinen Kreis von Freund*innen und dann mal weitersehen.

Geschlecht ist nicht statisch. Es kann durchaus sein und macht dich nicht weniger trans oder queer, dass du an einigen Tagen, Wochen oder sogar über Monat eine sehr andere Identität hast als sonst. Fluide Geschlechter sind valide.

Ich wünsche weiterhin viel Erfolg beim Entwirren im Kopf.
Liebe Grüße
Xenia

Kummerkasten Antwort 195 – Darf ich mich trans nennen?

Hallo wertes Team,
Ich bin sehr verwirrt und brauche eure Hilfe.
Ich habe Dysphorie und versuche es auch zu unterbinden.
Aber mein Wunsch, ein Junge zu sein, ist nicht permanent.
Ich kann mich zum Teil als Mädchen verstehen und bin auch völlig okay damit aber dann stehe ich von Zeit zur Zeit vor dem Spiegel und habe das Gefühl nicht ich zu sein. Pronomen und Namen habe ich zwar im Internet geändert und ich freue mich auch wenn Menschen mich als “er” ansprechen aber das nunmal nicht immer.
Ich hab das Gefühl ich habe zwei Personen in mir.
Ich habe keine Ahnung ob ich mich als trans identifizieren kann und darf.
Es verzweifelt mich sehr.
Ich habe keine Ahnung wo ich stehe oder was ich jetzt machen soll.
Ein guter Rat wäre sehr hilfreich.
Danke!
Viele Grüße,
Basti

Hallo Basti,

nach unserem  Verständnis sind trans alle Leute, die nicht, nicht vollkommen oder nicht immer das Geschlecht haben, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Danach bist du auf jeden Fall trans! Sowieso finden wir es nicht richtig, irgendwelchen Leuten zu verbieten, irgendwelche Labels oder Begriffe für sich zu verwenden – alle Menschen wissen selbst am besten, welche Begriffe am besten zu ihnen passen und niemand hat das Recht, anderen vorzuschreiben, welche Labels sie benutzen sollen.

Ansonsten klingt das, was du beschreibst, für mich ein wenig so, als könntest du genderfluid sein. Genderfluid sind Menschen, deren Geschlecht sich ändern kann: bei manchen nur gelegentlich, bei anderen häufiger, bei manchen zwischen vielen verschiedenen Geschlechtern, bei anderen nur zwischen zwei. Du beschreibst, dass du dich nur manchmal, nur zum Teil, wohl damit fühlst, als Mädchen gesehen zu werden – dich aber eigentlich selbst meist als Junge verstehst. Eine sich (oft) ändernde Geschlechtsidentität ist nicht nur möglich, sondern auch vollkommen in Ordnung, es ist nichts falsch mit dir. <3

Ich finde, es ist ganz großartig, wie du auf dich und deine Gefühle achtest. Zu deiner Frage, was du jetzt machen sollst: Ich würde sagen, du bist auf einem guten Weg. Du kannst weiter beobachten, was dir gut tut und was dich dysphorisch macht, weiter mit Menschen (ganz egal ob off- oder online) darüber reden, wie du wann angesprochen werden willst und einfach ausprobieren, was sich richtig anfühlt. Manche Leute, die genderfluid sind, ändern ab und zu ihre Pronomen, damit sie zu ihrem aktuellen Geschlecht und Ausdruck passen – online geht das ganz einfach, z.B. mit einem Hinweis im Profil, einer Signatur, einem Statusupdate o.ä. Auch offline ist das möglich, z.B. durch Pronomenbuttons oder eine Tafel/ein Whiteboard/ähnliches an deiner Zimmertür (wenn du zu Hause geoutet bist oder es sein möchtest). Ob du deine Pronomen ab und zu ändern möchtest, bleibt aber vollkommen dir überlassen – wenn du dich einfach grundsätzlich mit “er” am wohlsten fühlst, dann kannst du natürlich auch immer so ansprechen lassen, egal, wie du dich kleidest, verhältst, etc. Und egal, welche Gedanken und Gefühle du grade zu deinem Geschlecht hast, du darfst dich jederzeit und immer so kleiden und verhalten wie du möchtest, und musst dich nicht irgendwelchen Regeln anpassen. Und noch ein kurzer Hinweis: Dysphorie ist keine Pflicht, um trans zu sein. Es gibt viele trans Menschen, die nicht, nicht immer oder nur wenig Dysphorie empfinden. Dein Geschlecht ist deins und dein Körper ist deiner, und nur du weißt, was richtig ist, sich gut anfühlt und für dich passt.

Ich wünsch dir alles Gute!
Balthazar

Kummerkastenantwort 183 – Beschreibt “demigirl” mich ausreichend?

Hello
Ich hab eine Frage
Und zwar bin ich als Mädchen geboren und fühle mich eigentlich auch wohl in meinem Körper aber manchmal, manchmal weiß ich nicht so ganz ob ich wirklich 100 % ein Mädchen bin. Also das klingt jetzt bestimmt komisch aber gibt es eine Geschlechts Beschreibung die dazu passt? Ich denke demigirl aber ich habe Angst, dass es nicht genug betont dass ich ja wirklich zum größten Teil ein Mädchen bin
Ich bin total am strugglen und brauche Hilfe

Hallo,

wir haben eine Antwort.
Ja. Demigirl kann das, was du schilderst, sehr gut abbilden. Es gibt weder ein Mindestmaß, das eine Person an Weiblichkeit mitbringen muss oder darf, um sich als Demigirl zu bezeichnen, noch eine Möglichkeit das irgendwie nachzumessen – da geht es einzig und allein um deine Selbstbezeichnung. Wie du deine Identität (auch) als Demigirl letztlich ausgestaltest, zu einem wie großen Teil du ein Mädchen bist, liegt allein bei dir – du kannst also zu einem überwältigenden Teil weiblich sein und dich als Demigirl bezeichnen oder auch nur zu einem sehr kleinen.

Andere Personen, die eine in Teilen weibliche Geschlechtsidentität für sich beschreiben, wählen als Label manchmal auch nicht-binäre Frau oder bezeichnen sich als queere Frauen.

Es gibt hier kein richtig oder falsch, und vor allem auch keine richtig oder falsch, das von außen jemand entscheiden kann. Es liegt also allein an dir, auszuprobieren und herausfinden, ob eine dieser drei Möglichkeiten, oder vielleicht auch ein ganz anderes Label für dich passend anfühlt. Ich wünsche dir viel Erfolg beim ausprobieren.

Liebe Grüße
Xenia

Kummerkasten Antwort 182 – Bin ich trans?

Hallo,
ich frage mich seit Jahren ob ich trans bin, bin mir aber bis jetzt noch immer nicht sicher. Was soll ich tun?

Hallo,

Das schwierige dabei ist: Nur du kannst sagen, ob du trans bist. Kein*e Psycholog*in, kein*e Ärzt*in, kein*e Freund*in, keine Google-Suche, kein Buzzfeed-Quiz. Ideen haben, Wissen vermitteln, zuhören, ja, aber niemand kann dir hier wirklich etwas abnehmen, und das entscheiden oder festlegen.

Genausowenig musst du irgendetwas erfüllen, um trans zu sein. Es taucht immer mal dieses Konzept auf, dass Menschen, die trans sind, das schon immer gewusst haben müssen, oder dass das Erleben von Dysphorie eine notwendige Erfahrung ist, die alle Personen, die trans sind, verbindet. Das kann auf dich zutreffen, muss es aber nicht.

Das befreiende ist: Nur du kannst sagen, ob du trans bist. Es geht um dich, darum, wer du bist. Niemand unter der Sonne hat das Anrecht, dir da irgendetwas vorzuschreiben. Du hast aber das Recht, auszuprobieren, und zu ergründen, was für dich richtig ist. Make-Up mit Tutorials auf YouTube lernen? Haare abschneiden? Brüste abbinden? Entsprechende Klamotten besorgen? Geht alles. Und du musst nicht vorher wissen, dass das richtig ist. Du kannst das ausprobieren, und wenn du merkst, dass es dir nichts gibt, dann lässt du es wieder sein. Persönlichkeit und Identität sind auch nicht für alle Zeit statisch. Es ist ok, wenn du später irgendwann merken solltest, dass das Geschlecht, mit dem du lebst, nicht mehr passt, ein neues Coming In und anschließend auch neue Coming Outs zu haben. Dass es später mal anders sein könnte, macht deine Identität im hier und jetzt nicht weniger valide.

Und: du kannst, aber musst das nicht alleine durchprobieren. Wenn du Videospiele oder Pen &Paper magst, kannst du dir dort auch Charaktere mit verschiedenen Namen und Geschlechtern spielen, dich hineinversetzen und schauen, ob und wie gut das passt – oder eben nicht. Freund*innen oder Personen, denen du vertraust, kannst du bitten, Namen oder Pronomen für dich auszuprobieren.

Zuletzt: Wie so vieles ist Geschlecht und auch Trans-Sein auf einem Spektrum. Es gibt „ein bisschen trans sein“, und das ist valide. Es gibt kein richtig oder falsch. Manche Personen, die trans sind, streben sehr viele Transitionsmaßnahmen an, anderen reicht es, von ihren Freund*innen mit einem anderen Namen angesprochen zu werden. Wieder andere behalten Namen und Pronomen, wünschen sich aber körperliche Veränderungen. Genauso auch für Geschlecht. Es gibt keine Regel, kein Gesetz, das vorgeben würde, wie ein echter Mann, ein valides Enby oder eine richtige Frau sein muss.

Zusammengefast: niemand, auch ich nicht, kann oder darf dir sagen, ob du trans bist. Du kannst das, du darfst dich da ausprobieren, du musst das nicht von heute auf Morgen wissen und es ist ok, wenn sich die Labels, die du für dich wählst, auch mal wieder ändern. Es ist nichts falsch daran, trans zu sein. Es ist nichts falsch daran, nicht trans zu sein. Es ist ok, unsicher zu sein.

Ich wünsche dir frohes Ausprobieren, Freund*innen, die dich dabei begleiten und stärken können, und dass du bald ein wenig Sicherheit darin findest, ob du trans bist.

Liebe Grüße,

Xenia

Neue Kummerkastenantwort 78 – von Coming Outs im Bewerbungsgespräch und Abläufen bei Namensänderung en

Hallo,
Ich habe eine Frage zum Thema Trans weil ich es selber bin. Und zwar mein Bürgerlicher Name ist noch weiblich aber ich möchte gerne Tobias genannt werden. Naja jedenfalls habe ich bald ein Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung und ich habe Angst das wenn ich sage das ich Trans bin das die denn sagen so welche wollen wir nicht haben. Und außerdem bin weiß ich nicht wie das mit der Namensänderung abläuft also ich mein wenn die Namensänderung durch ist muss ich denn dann mit meinem Vermieter wegen dem Vertrag noch darüber sprechen und mit Krankenkasse und Perso u.s.w. muss ich da überall Bescheid sagen das jetzt was anders ist oder wie ist das dann! Das alles bereitet mir große Sorgen und ich weiß auch bald nicht mehr weiter!
Naja…
Liebe Grüße Tobias

Hallo Tobias,

das mit dem Vorstellungsgespräch ist bisschen so eine Sache, gerade in der Situation auf Ablehnung zu stoßen, stelle ich mir sehr unangenehm vor. Es gibt aber etwas, das sicher deutlich unangenehmer ist: in einem Unternehmen festsitzen, das dich nicht als der akzeptiert, der du bist. Die Perspektive fast jeden Tag an einen Ort zu müssen, an dem du immer misgendert werden wirst.

Ich weiß, die Suche nach einem Ausbildungsplatz kann sehr schwierig sein, trotzdem würde ich dir raten, das auf jeden Fall anzusprechen – schlicht, weil ich nicht glaube, dass ein derart transfeindliches Unternehmen der richtige Ort für eine Ausbildung sein kann.

Zu deiner Frage mit der Namensänderung. Die kurze Antwort ist: ja. Du musst das dann irgendwie allen mitteilen.

Die ausführlichere ist: egal, wie du deinen Namen änderst, also über das TSG oder das Personenstandsgesetz, das führt erstmal nur dazu, dass deine Geburtsurkunde geändert wird. Damit kannst du dann deinen Personalausweis neu beantragen und ab da alles weitere “offizielle” wie Handyvertrag oder Bankkonto ändern.

Du kannst und darfst an vielen Stellen ohne offizielle Namensänderung auch schon deinen neuen Namen verwenden. Manchmal ist es hilfreich, etwas dazu vorlegen zu können, ein Dokument, das sagt, dass du trans bist, und welchen Namen du nutzt. Die deutsche Gesellschaft für Trans- und Intersexualität erstellt dafür Ergänzungsausweise. Theoretisch muss sich sogar die Polizei zum Beispiel bei Kontrollen an die Angaben darauf halten. Einige Banken und Versicherungen erkennen ihn auch an, andere nicht. Ich habe damit ganz gute Erfahrungen gemacht, kann aber nichts versprechen.

Auch nach deiner Namensänderung bleiben Verträge gültig, selbst wenn du deinen neuen Namen nicht mitteilst. Wenn du also mit deinem Vermieter ohnehin nie zu tun hast, musst du dem das auch nicht extra mitteilen. Auf lange Sicht wird es aber denke ich einfacher und übersichtlicher, alles auf den geänderten Namen umzustellen.

In jedem Fall wünsche ich dir viel Erfolg beim Finden eines Ausbildungsplatzes und für deine Namensänderung.

Liebe Grüße
Xenia

Einfach mal eine Prideflag erfinden?

Klar!

Was bisher geschah:

Dazu gesagt. Mich stören da zwei Dinge. Zum einen sind die Trans- und genauso die abgeleiteten Demiflaggen alle frisch aus der Rosa-Hellblau-Falle. Zum anderen gibt es da eine furchtbar gute alternative lesbische Prideflag, mit einer großen Axt drauf. Eine Axt! 

Lesbische Prideflag. Weiße Doppelaxt in einem schwarzen Dreieck auf lilanem Grund.
Die Lesben haben tatsächlich eine Axt in der Flagge. Absolut Badass.

Was ich jetzt brauche:

Die Liste der Dinge, die jetzt also haben will/wollte ist also fast überschaubar. Eine Prideflag. Für irgendwas mit trans, mit Weiblichkeit, mit Nicht-Binärität, mit Demigender. Nicht mit irgendwelchem Rosa-Hellblau-Quark. Aber dafür Badass.

Da ich Gestaltung echt nicht so drauf habe, bin ich damit zu Rabe, und hab ihr in etwa genau das als Arbeitsauftrag gegeben.

Was ich bekommen habe:

Das Ceres-Symbol

Jetzt ist natürlich die Frage, was für ein Symbol dahin kommt. Und das geht über Bande, mit einem anderen Symbol. Demifrauen verwenden manchmal das (astronomische) Symbol für Ceres. Das sieht ein bisschen aus wie das Venus-Symbol, aber der Kreis ist nicht komplett geschlossen. Und Ceres wiederum hat Symbole, mit denen die häufig dargestellt wird. Also in dem Fall die römische Göttin und nicht der Planet. Zum Beispiel ein Schwein. Wäre super für eine lässige Prideflag. Aber auch eine Fackel. Rein mythologisch leuchtet sie damit den Weg aus, aber do eine Fackel ist auch super für Feuer unterm Hintern. Fast so badass wie eine Axt.

Rabe hat sich dann mal ein paar Gedanken gemacht, und ein nices Rot-Konzept auf die Beine gestellt. Excitement, Energy, Passion, Courage, Attention. Oder: Begeisterung, Energie, Leidenschaft, Mut und Achtsamkeit.

Könnte eine ganz gute Sache sein, so eine Prideflag mit einer Fackel.

Die Flagge ist, wie die anderen hier gezeigten Prideflags, als einfache geometrische Darstellung gemeinfrei – darf also beliebig weiterverwendet werden. Falls wer sie irgendwo nutzt oder was nettes damit macht, freue ich mich über eine Rückmeldung über unsere SocialMedia-Kanäle oder an Xenia-ätt-Queer-lexikon-net. Zuletzt. Danke, Rabe. Ohne dich gäbe es das hier nicht.