Kummerkastenantwort 6.033 – Wie kann ich damit umgehen, dass queere Menschen Dinge sagen die mir nicht gefallen?

Eine große Quellen an Queeren Imposter-Syndrom (als Nicht-Binäre Person) ist, wenn sich Queere Wesen jennenseits des Geschlechterspektrums mit den ich mich eigentlich assoziere (z.B. auf sozialen Medien) Sehnsüchte ausdrücken in den diese das Gegenüber (in der Regel weiblich) ausdrücklich binarisieren. In den Fantasien geht es dann um dann z.B. um eine „girl friend“ oder eine „robot girl“ während die Fantasie sich völlig auf die Wunschidentität des Authors einlassen.



Wie kann ich damit umgehen, dass Menschen in queeren Räumen sich frei fühlen Dinge zu sagen, die mich ausgegrenzt fühlen lassen?



Es ist selbverständlich, das jedes Wesen eigene Präferenzen frei äußern kann, dennoch scheint es so als ob überwiegend ein klar weibliches Gegenüber erwünscht ist und dies lässt mich glauben meine Existenz ist weniger willkommen und weniger gewünscht und voralledem klar abwertend ungleich.

Hallo!

Es tut mir sehr leid, dass du so lange auf deine Antwort warten musstest. 

Nicht jede Person findet jede andere Person gleich attraktiv. Und besonders für queere Menschen, die das lange Zeit nicht so sagen konnten, ist es zum Teil dann auch wichtig, genau zu formulieren, wen sie attraktiv finden – und wen eben nicht. Und solange das nicht abwertend passiert, ist das auch das gute Recht dieser Personen. 

Wenn du im Internet viel mit solchen Inhalten konfrontiert wirst und merkst, dass dir das nicht gut tut, dann würde ich dir empfehlen, die entsprechenden Kanäle/Accounts einfach zu blocken und dir andere Accounts zu suchen, die sich mehr mit nichtbinären Personen befassen (oder zumindest nicht exklusiv mit Frauen). Wenn du dich in WLW-Online-Spaces herumtreibst, dann wirst du nunmal mit WLW-Content konfrontiert werden und der ist nicht immer Nichtbinär-Inklusiv.  Wenn jemand sagt „Ich liebe Frauen“ ist das aber keine Abwertung dir gegenüber – es ist einfach nur ein Ausdruck der Lebenserfahrung, die die sprechende Person gerade hat. Nicht begehrt zu werden, ist natürlich trotzdem ein unangenehmes Gefühl, und ich kann verstehen, dass es dir zu schaffen macht – aber die Lösung dafür ist nicht, dass die andere Person ihre Orientierung ändert, sondern die Lösung ist, sich Personen zu suchen, die einen begehren/wertschätzen/interesant finden.

Es gibt auch Blogs, Accounts oder Kanäle, die Nichtbinarität in den Fokus stellen, und enstprechende Posts zu nichtbinären Personen machen. Umgib dich am besten damit.

Liebe Grüße,
Elias

 

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