Kummerkastenantwort 6773: Ich bin nicht-binär, habe starke Dysphorie und meine Eltern sind transfeindlich.

CN: Transfeindlichkeit

Hey,

ich, 14, bin nicht-binär (glaube ich) und habe es bisher nur drei Freund*Innen und der Schulsozialarbeit erzählt, weil meine Eltern transphob sind, und ich weiß einfach nicht, wie ich weiter soll. Ich habe recht starke Dysphorie und selbst, wenn meine Eltern davon wüssten, was könnte ich tun? Bin ich nicht zu jung, um irgendwas zu machen?

Hallo,

gut, dass du dich wenigstens ein paar Personen anvertrauen konntest. Du schuldest deinen Eltern kein Coming Out, vor allem wenn du das nicht möchtest und negative Reaktionen erwarten musst. Solltest du da Unterstützung benötigen, findest du Anlaufstellen auf unserer Probleme zuhause Seite. Für eine soziale Transition bist du auf keinen Fall zu jung, das wäre sowas wie neue Namen und Pronomen ausprobieren, wenn du das möchtest, und vielleicht deine Kleidung und Frisur anpassen. Vielleicht wäre das ja auch so möglich, z. B. wenn du in einen Second Hand Laden gehst, der keine strikte Geschlechtertrennung hat, oder dir eine berühmte Person deines zugewiesenen Geschlechts suchst, die den Haarschnitt hat, den du gern hättest. Du kannst dich auch ohne es deinen Eltern zu erzählen mit anderen queeren Personen austauschen, z. B. online in unserem Regenbogenchat, wenn du das möchtest. Ich wünsche dir alles Gute!

Viele Grüße
Hannah

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