Kummerkastenantwort 6772: Ich bin ftm und hasse es, als trans Junge betrachtet zu werden
Hey,
ich bin 14, ftm Junge (und alleine das so zu schreiben fühlt sich total seltsam an). Ich hab nämlich irgendwie das Problem, das ich es absolut hasse als Transjunge betrachtet zu werden. Denn, klar, ich bin trans, aber ich sehe mich selbst nicht als trans, sondern als Junge. Macht das irgendeine Art von Sinn? Ich würde zum Beispiel auch keine FLINTA Angebote in Anspruch nehmen, ich will eigentlich gar nicht so in diese queere Bubble rein (das soll jetzt keine Beleidigung sein). Blöderweise ist meine Familie so drauf, dass ich BESTENFALLS wie ein Transjunge behandelt werde. Ist das ein bekanntes Problem, oder ist mein Hirn nur wieder seltsam drauf?
Hallo,
das macht total viel Sinn, du bist nicht alleine damit. Viele trans Menschen mögen es nicht, auf ihr Transsein reduziert zu werden. Erleben das gesellschaftlich aber trotzdem leider oft. Ich lese, dass du schreibst, dass du nicht in eine queere Bubble rein möchtest, was spricht denn dagegen? Du musst überhaupt nichts, wenn du es nicht möchtest, ich könnte mir nur vorstellen, dass es da hilfreich sein könnte, dich mit anderen trans Jugendlichen auszutauschen, die ähnliches erleben. Und du musst keine FLINTA Angebote in Anspruch nehmen, wenn du das nicht willst, Veranstalter*innen davon vergessen ja sowieso leider ganz oft, dass das T auch trans Männer inkludiert. Ich wünsche dir alles Gute!
Viele Grüße
Hannah



Hi,
Ja also mir geht’s genauso!
Mich nervt es ziemlich das in so Spaces.. Cis-Jungs nicht willkommen sind und trans-Jungs aber schon,weil es ja dann anscheinend einen Unterschied macht wie man biologisch geboren ist obwohl man dafür ja nichts kann!
und man fühlt sich finde ich als würde das heißen man sei ja kein ,,richtiger,,Junge sondern ein ,,besonderer,,..
Also ich will genauso behandelt werden wie andere cis-männliche Personen auch!
Dein Hirn ist nicht seltsam drauf!
Ich meine so wie ich es verstanden habe sind Flinta Räume ein saver Space in dem es darum geht das Leute die woanders ev. diskriminiert wurden/werden unter gleichgesinnten sind uns sich wohl fühlen,über Erfahrungen austauschen können.(Da viele Männer eher weniger Diskrimierung erleben und statistisch gesehen öfters Täter sind)fühlen sich viele dann nicht unbedingt wohl wenn cis-Männer solche Räume betreten..?
Ich meine ich verstehe das man einen Raum haben will mit Menschen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
In queeren Räumen macht es Sinn das Leute die sich als cis und hetero identifizieren da eher unerwünscht sind und es würde auch Sinn machen wenn es eher unerwünscht ist dass Menschen die überhaupt keine Diskrimierung erfahren haben einen Raum betreten in dem alle damit zu kämpfen hatten.
Aber in Flinta Spaces dürfen ja auch nichtqueere Frauen hin..und nicht alle haben mit Diskriminierung zu tun.Deswegen verstehe ich das Konzept nicht so ganz.
Was spricht denn dagegen das eine Person die männlich geboren ist,sich so identifiziert und vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie die anderen Personen in so einem Space willkommen ist?
Es ist doch schön wenn die Person Interesse daran hat sich auszutauschen,andere Leute zu verstehen und deren Perpektive einzunehmen und dazuzulernen..
dadurch ändert sich doch eher etwas in der Gesellschaft als wenn Gruppen ausgeschlossen werden.Vorallem wenn es genau die Gruppe ist von der die Diskrimierung größtenteils ausgeht!Das hat ja bestimmt Gründe und die sollte man untersuchen um daran zu arbeiten.Indem man auschließen wird genau das Gegenteil erzeugt.