Kummerkastenantwort 5.826 – Mich belasten die fehlenden geschlechterneutralen Possesivpronomen
Hallo,
ich bin enby und mein Mann und mich sind langsam auf dem Weg in die Kinderplanung. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich „Mama“ sein will und bin jetzt schon länger bei Renny/Renna/Ren (für parent) gelandet und damit ganz zufrieden. Was mich traurig macht ist eher, die fehlenden Possesivpronomen. Ich nenne meine Mama gerne MEINE Mama. Aber ich weiß wirklich nicht wie das geschlechtsneutral funktionieren soll. Meine oder Mein Ren. Oder vielleicht Switch ins englische und My Renna?
Aahhhh!? Hat hier jemand eine Lösung? Wie macht ihr das?
LG Riv
Hallo!
ich befürchte, für dieses Problem gibt es keine One-Size-Fits-All Lösung.
Folgende Dinge finde ich wichtig:
1. Bleib bei einer Sprache. Switch nicht ins Englische für ein Pronomen, das Kind muss ja sein Sprachgefühl erst noch ausbilden.
2. Ich persönlich habe irgendwo meinen Frieden mit der Unflexibilität der deutschen Sprache gemacht und versuche in solchen Momenten zu überlegen, was genau ich ausdrücken will – für mich als AFAB nicht nichtbinäre Person ist es wichtig, herauszustellen dass ich eben KEINE Frau bin, daher würde ich eher zu „mein Ren“ tendieren.
Du musst meine Lösung natürlich nicht nutzen, ich hoffe aber ich konnte dir helfen!
Liebe Grüße,
Kim


