Kummerkastenantwort 6.018 – Ich bin nichtbinär und werde dafür gemobbt.
Hallo ich bin 13 Jahre alt und identifiziere mich als non binär, ich habe einen sehr Homophobischen Vater und eine Homophobische Schule,.ich fühle mich sehr unwohl, auch weil ich Grade im questioning bin ob ich vielleicht trans sein könnte, meinen neuen Namen akzeptieren die meisten, aber meine Pronomen (He/They) respektiert niemand, und wenn ich die Personen darauf anspreche dass meine Pronomen He/They sind reagieren sie meistens mit den Sätzen: es interessiert niemanden weil du ein Mädchen bist! Oder: Juckt uns nicht weil uns deine Pronomen egal sind und wie kein Bock haben sie uns zu merken. Dass verletzt mich immer sehr… Ich werde auch aktiv gemobbt und absichtlich mit meinem deadname und meinen alten Pronomen angesprochen und es kommt immerwieder zu Situation wo Lehrer mich absichtlich misgendern/alten Namen benutzen. Ich weiß nicht mehr weiter und es belastet mich oft so sehr das ich mich regelmäßig SV oder SMV habe, was kann ich tun damit es mir besser geht und dass die anderen dass vielleicht mehr verstehen dass es mich unglaublich verletzt?
Antwort kommt hier
Hallo!
Es tut mir sehr leid, dass du diese Erfahrungen in der Schule und mit deinem Vater machen musst. Ich kann mir vorstellen, dass das sehr anstrengend für dich ist. Mobbing ist immer scheiße, und das, was du beschreibst, klingt wirklich hart.
Wenn es bei dir an der Schule eine Vertrauenslehrkraft oder ein*e Schulsozialarbeiter*in gibt, der*dem du halbwegs vertraust, solltest du mit dieser Person unbedingt das Gespräch suchen. Vielleicht gibt es für dich die Möglichkeit, in eine andere Klasse zu wechseln. Wenn das alles nicht möglich ist, wäre es vielleicht sinnvoll, die Schule zu wechseln und woanders neu anzufangen – am besten vielleicht, ohne dass dein Deadname in deinem neuen Umfeld überhaupt relevant wird. Leider ist das bei Mobbing meistens der einzige schnelle und nachhaltige Weg, dieser Situation, die für dich total schädlich ist, zu entkommen.
Ich würde dir außerdem nahe legen, nach einem Kinder- und Jugendpsychotherapeut*in zu suchen und dort ein Erstgespräch zu vereinbaren. Je nachdem, wie alt du bist, kannst du das auch ohne das Wissen deiner Eltern machen, das hängt aber von deiner Krankenkasse ab. Auch dabei kann dir vermutlich dein*e Schulsozialarbeiter*in helfen. Es ist keine Schande, sich professionelle Hilfe zu holen! Im Gegenteil, es ist sehr mutig und wichtig.
Auf unserer Website zu Problemen Zuhause findest du außerdem weitere Tipps und Anlaufstellen.
Ich wünsche dir ganz viel Glück und Kraft! Wie sich die anderen verhalten, ist nicht richtig, und dich trifft keine Schuld an dieser Situation. Du bist gut, so wie du bist.
Liebe Grüße,
Elias


