Kummerkastenantwort 6.098 – Ich brauche Hilfe dabei mich in der Schule zu outen.
Hallo, ich bin Trans und würde mich gerne als erstes bei den Lehrern outen. Ich weiß nicht auf wenn ich zu gehen soll und wie ich das sage oder um ein Gespräch bitten kann. Ich könnte zur Vertrauenslehrerin, meinem Klassenlehrer, meiner Lieblingslehrerin oder der Schulsozialarbeiterin gehen. Nur als kontent Note die Vertrauenslehrerin war vor zwei Jahren meine Klassenlehrerin und sie war letztes Schuljahr mit mir im Krankenhaus in London und hat angeboten mir mit diesen Thema zu helfen. Ich habe mit der Sozialarbeiterin auch schon mal darüber geredet und sie hat auch gemeint dass ich mich jeder Zeit melden darf und sie versuchen würde mich zu unterstützen. Meine Lieblings Lehrerin weiß auch indirekt Bescheid. Ich weiß heut nicht wie ich ihnen zeigen kann dass ich die Hilfe von ihnen brauche .
Heyyo,
Es ist total verständlich, dass du dir viele Gedanken machst, wie du dein Coming-out an der Schule angehen willst. Das ist ein großer Schritt, und es ist richtig gut, dass du dir Unterstützung suchst und nicht alles allein tragen möchtest. Du hast ja schon ein paar Ansprechpersonen, die wissen, dass dich das Thema beschäftigt – das ist eine super Grundlage. Wenn du dich bei der Vertrauenslehrerin wohl fühlst, wäre sie wahrscheinlich eine gute erste Anlaufstelle. Du könntest sie einfach kurz ansprechen, zum Beispiel so: „Hätten Sie in den nächsten Tagen kurz Zeit für ein Gespräch? Ich würde gerne etwas Persönliches mit Ihnen besprechen.“
Damit musst du noch nicht direkt sagen, worum es geht, sondern kannst das Gespräch in deinem Tempo führen. Wenn dir das Reden schwerfällt, kannst du ihr auch eine kurze Nachricht oder E-Mail schreiben, in der du sagst, dass du über etwas Wichtiges sprechen möchtest und dir wünschst, dass sie dich dabei unterstützt.
Auch die Schulsozialarbeiterin ist eine gute Möglichkeit – vor allem, wenn du das Gefühl hast, du möchtest jemanden an deiner Seite haben, wenn du mit Lehrkräften sprichst oder wenn es um die nächsten Schritte geht.
Das Wichtigste ist: Du musst dich nicht allein durchkämpfen. Du hast Menschen an der Schule, die dir helfen wollen, und du darfst dir die Zeit nehmen, die du brauchst, um dich sicher zu fühlen.
Queere Grüße, Kay


