Kummerkastenantwort 6396: Ich ekel mich vor sexuellen Praktiken aber manchmal erregt es mich auch.
Hallo Liebes Kummerkasten Team:)
Ich würde euch im Folgenden gerne mein Anliegen schildern:
Ich möchte von anderen Menschen meistens als ace war genommen werden, mich ekelt die Vorstellung von mir selbst als sexuell also nicht ace oft (, nicht immer Phasenweise will ich auch als „sexy“ wahrgenommen werden)
– wie mich auch gewisse Vorstellungen von anderen Menschen als sexuelle Wesen besonders im heterosexuellen Kontext oft ekelt (und wiederum oft auch nicht)
– ich weiß auch, dass gewisse Angst vor Ablehnung damit rein hängt…aber es ist nicht nur das
Ich kann mich vor sexuellen Praktiken z.B: Oral Verkehr wirklich sehr ekeln, also wirklich, wieder insbesondere mit Männern. Wiederrum hatte ich oral Verkehr mit meinem Ex-Freund und wollte, habe diesen auch ‚initiiert‘ und fande es situativ sehr erregend, auch gehört es zu einer Sex Fantasie die mich oft erregt. Aber in anderen Situationen denke ich nur mit Ekel daran zurück oder wenn ich nicht in „horny“ mood bin ekel ich mich vor meinen eigenen Sex Fantasien!
Ich kann also sexuelle Erregt sein, kann sexuelle Phantasien haben und sexuelles Verlangen und das alles in einer Situation total schätzen und fühlen und in der anderen wirklich ekelig finden
Verspüre zu allen Menschen mit den ich emotional attched bin auch romantische Anziehung, aber eigentlich kaum sexuelle Anziehung. Und doch denke ich sehr schnell von diesen Menschen in Sex Phantasien, ohne sie wirklich umsetzten zu wollen
Alles sehr widersprüchlich, alles sehr dynamisch und super verwirrend. Habt ihr vielleicht labels oder andere Informationen auf die ihr mich verwiesen könnt, die über eine solche Dynamik handeln? Bzw. habt ihr selber Infos oder takes dazu, die ihr teilen mögt?
LG Snow
Hallo Snow,
ich möchte erstmal betonen, dass es voll in Ordnung ist, dich vor manchen Sachen zu ekeln und dass du nichts machen musst, wovor du dich ekelst, wenn du das nicht möchtest!
Du schreibst ja selbst schon vom Label ace, ich könnte mir vorstellen, dass du da bei Anlaufstellen zum Thema Asexualität fündig werden kannst. Du bist definitiv nicht die einzige Person mit einer Ambivalenz zwischen Fantasien und tatsächlichen sexuellen Praktiken. Und: Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass sexuelle Anziehung fluktuiert und/oder sexuelle Fantasien über Handlungen zu haben, die man nicht oder nur unter bestimmten Umständen selbst ausüben möchte.
Viele Grüße
Hannah

