Kummerkastenantwort 6605: Meine Metamour will eigentlich nicht in einer poly Beziehung sein. Was soll ich tun?
Hi. Ich bin in einer Polybeziehung. Meine Metamour hat sich nicht von selbst dazu entschieden in einer Polybeziehung zu sein, sie akzeptiert es, damit sie überhaupt in der Beziehung (mit meiner bzw unserer Beziehungsperson) sein kann.
Scheinbar ist sie nicht wirklich glücklich damit dass ich auch da bin, nimmt es halt irgendwie so hin. Ich frage mich, ob das alles gut so ist. Natürlich ist es nicht so ein tolles Gefühl zu wissen, dass wer mich da eigentlich lieber ‚weg hätte‘
An der Loyalität meiner Beziehungsperson zweifel ich in keinster Weise. Er steht sehr zu mir. Das ist also nicht das Problem.
Ich bin einfach an eurer Meinung interessiert…wie seht ihr das aus moralischen Gesichtspunkten, sollte ich mich da irgendwie einmischen? Wäre es gut wenn ich nach einem Treffen frage (wir kennen uns bisher noch nicht) damit sie meine Existenz nicht einfach wegignorieren kann? Naja, vielleicht wäre das ja auch ein okayer Umgang ihrerseits…
Das hier ist wie ihr schon merkt keine handfeste Frage. Vielleicht würde mich einfach interessieren, wie es dir (aus dem Kummerkasten-Team) oder dir (in den Kommentaren) damit gehen würde und was euer Umgang mit der Situation wäre. Danke <3
Hallo!
Das klingt nach einer ziemlich anstrengenden Situation. Ich finde sehr nachvollziehbar, dass du dich nicht so gut damit fühlst, dass jemand nicht mit dir einverstanden ist. Gleichzeitig scheint es mir primär aber ein potenzieller Konflikt zwischen deiner Beziehungsperson und der Metamour, in den du zwangsläufig mit reingezogen wirst, oder? Wenn es dir ein Anliegen ist, kannst du das ja vielleicht mal vorsichtig bei deiner Beziehungsperson nachfragen, wie da die Lage ist?
Du kannst natürlich der Metamour signalisieren, dass du Interesse an ihr hast, sie nicht als Bedrohung siehst und auch keine Bedrohung für ihre Beziehung sein willst. Ich finde, du hast keine moralische Verpflichtung, das zu tun, wenn du nicht möchtest. Und damit das funktioniert, muss die andere Person natürlich auch offen dafür sein und nicht ihre eigenen Unsicherheiten und Unzufriedenheiten auf dich projizieren. Ich wünsche dir alles Gute!
Viele Grüße
Hannah


