Kummerkastenantwort 6337: Wie kann ich meine Mutter davon überzeugen, dass ich kurze Haare will?

Moin,

ich brauche anonymen Rat, weshalb ich schreibe.



Mein Name ist Blue, ich bin non-Binär, aber eher so irgendwas zwischen demiboy und non-Binär; ein Demidemiboy?? Naja, mein eigentliches Problem ist, dass ich mir gerne die Haare kurz schneiden möchte; ich bin allerdings bei meinen Eltern nicht geoutet und wollte daher fragen, wie ich sie am besten fragen kann. Das Ding ist eben, ich mache Leistungsturnen und zu Wettkämpfen machen alle aus meinem Verein halt die gleiche Frisur und ich hätte nichts dagegen als einzige keine Frisur, sondern halt kurze Haare zu haben, aber als ich mal einen unauffälligen Kommentar gegenüber meiner Mutter gemacht habe meinte sie, dass ich ja dann die einzige wäre und dass ich ja dann total auffalle (irgendwie irritiert mich das, sie hat ihre Haare rot gefärbt) und da wollte ich eben fragen, ob ihr einen Tipp habt, wie ich das am besten frage. Meine zweite Frage wäre, wie das heißt, wenn man sich als non-Binäre Person romantisch zum Männlichen Geschlecht hingezogen fühlt, kann es sein, dass ich als Demidemiboy (oder so) dann eher bei schwul wäre?



Ich hoffe euch verwirren meine Schachtelsätze nicht zu sehr 😉



LG

Blue

Hi Blue!

Um es kurz zu machen: Du musst deinen Eltern nichts von deinem Geschlecht bzw. von deinem Queer-Sein erzählen, um kurze Haare haben zu können. Du kannst einfach sagen, dass du gerne kurze Haare haben möchtest, egal ob das jetzt auffällig ist oder nicht. Gerade bei einem Haarschnitt kannst du ja auch gut argumentieren, dass die Haare wieder nachwachsen, falls du dann festststellst, dass dir das doch nicht gefallen sollte. Es ist also keine Änderung an deinem Körper, die irgendwelche Konsequenzen hat oder die für immer ist. Jetzt wo es Sommer ist kannst du vielleicht auch noch damit argumentieren, dass du so mit der Hitze besser klarkommst oder so? 

Zu deinem Label: Da gibt es keine vorgeschriebene Art, das zu Labeln. Du kannst das schwul nennen, wenn sich das gut anfühlt. Du kannst das sonst auch androromantisch nennen oder homoromantisch oder wie immer es sich gut für dich anhört. 

 

Liebe Grüße, 

Annika

 

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