• *

    Das Sternchen (*) wird auch als Form der geschlechtergerechten Sprache benutzt, beispielsweise ‘Leser*innen’, um auch nicht-binäre Menschen einzuschließen. Manche Menschen schreiben auch hinter Wörter wie “trans” oder “inter” ein *, um zu zeigen, dass an das Wort verschiedene Endungen wie “-sexuell”, “-geschlechtlich” und “-gender” angehängt werden können.

  • Afeindlichkeit

    Afeindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung gegen asexuelle und aromantische Menschen. Dies äußert sich z.B. durch Ablehnung, Wut, Intoleranz, Vorurteile,  Unbehagen oder körperliche bzw. psychische Gewalt gegenüber asexuellen/aromentischen Menschen oder Menschen, die als asexuell bzw. aromantisch wahrgenommen werden. Als internalisierte Afeindlichkeit wird Feindlichkeit bezeichnet, die gegen die eigene A_sexualität bzw. A_romantik und damit gegen sich selbst gerichtet ist. Dies passiert oft in einer afeindlichen Umgebung und/oder vor dem eigenen inneren Coming out. Auch die queere Szene ist teilweise ein afeindlicher Ort. Afeindlichkeit wird manchmal auch als Allonormativität bezeichnet.

  • Agender

    agender, genderless: Agender Menschen, auch genderless genannt, haben kein Geschlecht, fühlen sich keinem Geschlecht zugehörig oder können mit dem Konzept von Geschlecht nichts anfangen.

  • Allosexuell

    allosexuell: Eine Person ist allosexuell, wenn x grundsätzlich sexuelle Anziehung gegenüber anderen Menschen verspürt, also z.B. heterosexuell oder bisexuell ist. Damit ist allosexuell das Gegenteil zu a_sexuell.

  • Ambiamorie

    Ambiamorie: Menschen, die ambiamour sind, können in polyamourösen oder monogamen Beziehungen leben; für sie ist es wichtig, dass ihre Beziehungsstruktur zu den Personen passt, mit denen sie in einer Beziehung sind und dass die eigene Lebenssituation zum Beziehungsmodell passt.
  • Androromantik

    androromantisch: Androromantik bezeichnet die romantische Anziehung einer Person zu Männern oder maskulinen Personen. Diese Art, eine romantische Orientierung auszudrücken, ist beispielsweise für nichtbinäre Menschen eine gute Alternative, weil sie, anders als beispielsweise ‚heterosexuell‘, nichts über das eigene Geschlecht des Menschen aussagt.

  • Androsexualität

    Androsexualität, androsexuell: Androsexualität bezeichnet die sexuelle Anziehung einer Person zu Männern oder maskulinen Personen. Diese Art, eine sexuelle Orientierung auszudrücken, ist beispielsweise für nichtbinäre Menschen eine gute Alternative, weil sie, anders als beispielsweise ‘heterosexuell‘, nichts über das Geschlecht eines sich so bezeichnenden Menschen aussagt.

  • Aromantic Spectrum Awareness Week

    Die Aromantic Spectrum Awareness Week, also die Woche zur Sichtbarmachung des aromantischen Spektrums, findet in der Regel in der Woche nach dem Valentinstag (am 14. Februar) statt, also Mitte Februar. In dieser Woche reden a_romantische Menschen v.a. auf Social Media (wie z.B. auf diesem tumblr) über ihre Orientierung und ihre Erfahrungen damit. Ziel der Woche ist es, dass mehr Menschen erfahren sollen, was A_romantik überhaupt ist und was es bedeutet, aromantisch oder auf dem a_romantischen Spektrum zu sein.

  • Ästhetische Orientierung

    ästhetische Orientierung: Die ästhetische Orientierung eines Menschen beschreibt, Menschen welchen Geschlechts bzw. welcher Geschlechter ein Mensch attraktiv, ansprechend und/oder schön findet, z.B. biästhetisch, aästhetisch.

  • Autosexualität

    autosexuell: Autosexualität beschreibt, dass eine Person bevorzugt von sich selbst sexuell befriedigt wird und/oder zu sich selbst sexuell hingezogen ist. Der Begriff ist kein Synonym zu Selbstbefriedigung.

  • A_sexualität

    A_sexualität, a_sexuell, nonsexuell: Eine a_sexuelle Person fühlt keine oder wenig sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. A_sexualität ist ein Spektrum. Dies wird durch den Unterstrich verdeutlicht. A_sexualität heißt nicht, dass eine Person zölibatär lebt, d.h. auf Sex verzichtet, zum einen, da das Zölibat eine freie Entscheidung und keine sexuelle Orientierung ist, und zum anderen, weil a_sexuelle Menschen aus verschiedenen Gründen Sex haben können. A_sexualität hängt nicht zwangsläufig mit A_romantik zusammen.

  • Bicurious

    bicurious (von engl. curious – neugierig): Eine Person, die bicurious ist, ist neugierig darauf, Beziehungen und Sex mit Menschen mehrerer Geschlechter auszuprobieren, beschreibt sich aber nicht als bisexuell.

  • Bifeindlichkeit

    Bifeindlichkeit: Bifeindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung gegen bisexuelle Menschen. Dies äußert sich z.B. durch Ablehnung, Wut, Intoleranz, Vorurteile,  Unbehagen oder körperliche bzw. psychische Gewalt gegenüber bisexuellen Menschen oder Menschen, die als bisexuell wahrgenommen werden. Als internalisierte Bifeindlichkeit wird Feindlichkeit bezeichnet, die gegen die eigene bisexuelle Orientierung und damit gegen sich selbst gerichtet ist. Dies passiert oft in einer homofeindlichen und bifeindlichen Umgebung und/oder vor dem eigenen inneren Coming out. Auch die queere Szene ist teilweise ein bifeindlicher Ort.

  • Binäres Geschlecht

    binäres Geschlecht: Die Binarität der Geschlechter bezieht sich auf das westliche Geschlechtersystem, das nur zwei Optionen (und keine Zwischenstufen) zulässt, nämlich männlich und weiblich. Dies gilt für die gesamte Gesellschaft, z.B. die sozialen Rollen, Geschlechtsidentitäten und die körperlichen Geschlechter von Menschen. Damit wird so getan, als gäbe es intergeschlechtliche, nichtbinäre und andere Menschen, die nicht in dieses System passen, nicht. Dieses Geschlechtersystem wird gewaltvoll durchgesetzt, z.B. werden intergeschlechtliche Menschen medizinisch unnötigen Eingriffen ausgesetzt, damit sie einem binären Geschlechterbild entsprechen oder Jungen erleben Gewalt, wenn sie gerne Kleider tragen oder mit Puppen spielen wollen.

  • Bisexual Health Awareness Month

    Der Bisexual Health Awareness Month, also der Monat, in dem auf bi+sexuelle Gesundheit aufmerksam gemacht werden soll, wird jährlich im März begangen. Der BHAM wurde vom Bisexual Resource Center gestartet und soll Aufmerksamkeit darauf lenken, dass bi+sexuelle Menschen ein erheblich höheres Risiko für schlechte physische und psychische Gesundheit haben als schwule, lesbische oder hetero Menschen, sowie mehr Diskriminierung im medizinischen und psychologischen Sektor erfahren. Jedes Jahr finden online und offline verschiedene Aktionen statt, um auf diese Probleme aufmerksam zu machen. 

  • Bisexualität

    Bisexualität, bisexuell: Eine bisexuelle Person fühlt sich romantisch und/oder sexuell zu Menschen zweier oder mehrerer Geschlechter hingezogen oder erleben sexuelle Anziehung zu Menschen unabhängig von deren Geschlecht. Allerdings sind Definitionen von Bisexualität sehr verschieden und umstritten.

  • Brustform

    Brustform: Eine Brustform ist typischerweise eine Silikonform, die an die Brust oder in einen BH geklebt werden kann, um einer Person (größere) Brüste zu ermöglichen. Brustformen werden vor allem von trans Frauen und Drag Queens benutzt.

  • CAFAB

    CAFAB: Die Abkürzung CAFAB steht für “coercively assigned female at birth”, also “bei Geburt gewaltsam dem weiblichen Geschlecht zugewiesen”. Diese Formulierung wird vor allem von inter Personen benutzt, die bei ihrer Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen und dementsprechend operiert wurden, ohne dass ihr Einverständnis vorlag. Die Formulierung kann aber auch von trans Personen benutzt werden, die damit ausdrücken, dass sie aufgrund ihrer Genitalien einem Geschlecht zugewiesen wurden, dem sie sich nicht zugehörig fühlen.

  • CAMAB

    CAMAB: Die Abkürzung CAMAB steht für “coercively assigned male at birth”, also “bei Geburt dem männlichen Geschlecht gewaltsam zugewiesen”. Diese Formulierung wird vor allem von inter Personen benutzt, die bei ihrer Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen und dementsprechend operiert wurden, ohne dass ihr Einverständnis vorlag. Die Formulierung kann aber auch von trans Personen benutzt werden, die damit ausdrücken, dass sie aufgrund ihrer Genitalien einem Geschlecht zugewiesen wurden, dem sie sich nicht zugehörig fühlen.

  • Coming Out

    Coming Out: Das Coming Out beschreibt den Prozess, in dem eine Person sich selbst über ihr Geschlecht und/oder sexuelle Orientierung bewusst wird (inneres Coming Out) und beginnt, mit anderen darüber zu sprechen (äußeres Coming Out). Vor allem das äußere Coming Out ist ein lebenslanger Prozess.

  • Community

    Community, Szene: Als ‚Community‘ wird die Gesamtheit aller queeren Individuen, Organisationen und Institutionen in einer Region (meistens auf eine Stadt, ein Bundesland oder einen Staat beschränkt) beschrieben. Verbindend ist hierbei oft ein gemeinsames Einsetzen für soziale und politische Ziele.

  • Demiromantik

    Demiromantisch: Eine demiromatische Person fühlt erst romantische Anziehung, nachdem zu einer anderen Person eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut wurde.

  • Demisexualität

    Demisexualität: Eine demisexuelle Person fühlt erst sexuelle Anziehung zu einer Person, nachdem zu dieser eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut wurde.

  • DFAB

    DFAB / AFAB / FAAB: Die Abkürzung DFAB steht für “designated female at birth”, AFAB für “assigned female at birth”, und FAAB “female assigned at birth”. Die drei Begriffe sind verschiedene Varianten von ‚bei Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen‘. Inter, Trans und nichbinäre Personen, die bei ihrer Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen wurden, verwenden diese Bezeichnung, um auszudrücken, dass sie sich damit nich oder nur teilweise identifizieren können.

  • Divers

    “Divers” ist seit dem 01.01.2019 ein juristischer Geschlechtseintrag, der vor allem von intergeschlechtlichen und nichtbinären Personen benutzt wird. Es handelt sich dabei nicht um ein eigenes Geschlecht, sondern um einen Schirmbegriff für viele verschiedene Geschlechter.

  • DMAB

    DMAB / AMAB / MAAB: Die Abkürzung DMAB steht für “designated male at birth”, AMAB für “assigned male at birth”, und MAAB “male assigned at birth”. Die drei Begriffe sind verschiedene Varianten von “bei Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen”. Inter,  trans und nichtbinäre Personen, die bei ihrer Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen wurden, verwenden diese Bezeichnung um auszudrücken, dass sie sich damit nicht oder nur teilweise identifizieren können.

  • Dritte Option

    Die dritte Option ist eine Organisation, die sich für die Schaffung eines dritten juristischen Geschlechtseintrag einsetzte und den Eintrag “divers”, den es seit dem 01.01.2019 gibt kritisiert. Es geht auch hierbei nicht darum, dass es ein drittes Geschlecht gibt, der Name bezieht sich auf einen Schirmbegriff für alle möglichen Geschlechter.

  • Dysphorie

    Dysphorie, dysphorisch: Dysphorie empfinden vor allem nichtbinäre und trans Menschen. Dysphorie ist ein Gefühl von körperlichem oder sozialem Unwohlsein. Manche nichtbinären oder trans Personen empfinden Dysphorie, wenn ihre Umwelt sie in einem falschen Geschlecht wahrnimmt, oder wenn ihre eigenen Vorstellungen von ihrem Geschlecht nicht zu ihrem eigenen Aussehen, Verhalten und Sein passen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese eigene Unzufriedenheit auch mit dem Druck und den Erwartungen der Gesellschaft zu tun hat. Viele trans Personen und manche nichtbinären Personen ergreifen daher Maßnahmen wie Hormontherapien und/oder Operationen, um ihre Körper dieser Wahrnehmung anzupassen.

  • Faggot

    Faggot / Fag: Faggot (englisch, übersetzt in etwa ‚Schwuchtel‘), kurz auch Fag, ist ein Schimpfwort für schwule Männer. Der Begriff wird aber auch als positive Selbstbezeichnung benutzt.

  • Flexibel

    -flexibel: Flexibel als Nachsilbe für Geschlechtsidentitäten und Sexualitäten bedeutet, dass eine Person sich hauptsächlich einer Identität oder Sexualität zugehörig fühlt, diese aber als dehnbar empfindet oder Ausnahmen dafür kennt. Eine heteroflexible Person ist also eine, die sich hauptsächlich als heterosexuell identifiziert, aber nicht ausschließlich.

  • Fluid

    -fluid: Fluid (englisch ‚flüssig‘) kann als Nachsilbe für Geschlechtsidentitäten und Sexualitäten benutzt werden, um auszudrücken, dass die Identität oder Sexualität nicht feststehend ist, sondern sich ändert bzw. ändern kann. Beispiele sind genderfluid für eine Person, deren Geschlechtsidentität sich ändert, oder acefluid für eine Person die sich manchmal als a_sexuell identifiziert, manchmal aber auch als etwas anderes.

  • Frauenkampftag

    Der Frauenkampftag, auch Internationaler Frauentag genannt, findet seit 1921 jährlich am 8. März statt. Der Tag wurde von Frauen der sozialistischen Arbeiter*innenbewegung ins Leben gerufen und wurde damals in verschiedenen Europäischen Ländern und den USA begangen, damals vor allem mit dem Ziel eines gleichen, geheimen und freien Wahlrechts für Frauen. Heute soll der Tag auf die Probleme und Benachteiligungen von Frauen aufmerksam machen, auch und vor allem der Frauen, die mehrfach marginalisiert sind: z.B. be_hinderte Frauen, trans Frauen, Frauen of Color, geflüchtete Frauen etc.

  • FTF

    FTF: Die Abkürzung FTF steht für ‚female to female‘, also ‚weiblich zu weiblich‘ und wird unter anderem von trans Frauen verwendet, die die Annahme ablehnen, dass sie jemals männlich waren.

  • FTN

    FTN / F2N: Die Abkürzung FTN (F2N) steht für ‚female to neutrois‘, also ‚weiblich zu neutrois‘ und bezeichnet eine trans Identität, bei der sich eine Person, die bei der Geburt als weiblich zugeordnet wurde, als neutrois identifiziert.

  • Fürsprecher*in

    Fürsprecher*in: Eine Person, die aktiv daran arbeitet, Intoleranz zu beenden, andere Menschen über queere Belange zu informieren und/oder Gleichstellung für eine bestimmte Gruppe unterstützt wird als Fürsprecher*in oder Ally bezeichnet.

  • Gender

    Gender: Gender beschreibt auf einer wissenschaftlichen Ebene das sozial konstruierte Geschlecht und auf einer aktivistischen und persönlichen Ebene die Geschlechtsidentität einer Person. Geschlechtsidentität bedeutet hier die persönliche Vorstellung vom eigenen Geschlecht und der eigenen Geschlechterrolle. Innerhalb der Gesellschaft ist Gender das Konzept, nach dem wir verschiedene Ideen wie sozialen Status, Geschlechtspräsentation, Rolle in der Gesellschaft, Lebensplanung und Sexualität in die Kategorien Männlichkeit und Weiblichkeit einordnen.

  • Gender Euphorie

    Gender Euphorie: Gender Euphorie bezeichnet das Gefühl, das nichtbinäre und trans Personen empfinden, wenn ihre Geschlechtsidentität durch Außenwahrnehmung bestätigt wird, beispielsweise, wenn die richtigen Pronomen verwendet werden. Gender Euphorie kann als Gegenkonzept zu Dysphorie gesehen werden.

  • Gender indifferent

    Gender indifferent: (englisch, ‚gleichgültig‘) Eine Bezeichnung für Personen, die keine besondere Beziehung zu ihrem Geschlecht haben, denen ihr Geschlecht also egal ist.

  • Genderfluid

    Genderfluid: Genderfluid bezeichnet eine Geschlechtsidentität, die sich mit der Zeit oder bezogen auf bestimmte Situationen ändert. Das Geschlecht kann zwischen allen möglichen Geschlechtern wechseln, z.B. von männlich zu weiblich, aber auch von weiblich zu nonbinary, von nonbinary zu agender, etc. Im Unterschied zu einer genderqueeren Identität ändert sich die Identität und ist beispielsweise nicht immer außerhalb der Geschlechterbinarität zu verorten.

  • Genderqueer

    Genderqueer: Genderqueer ist ein Überbegriff für Menschen, die nicht in die Norm der Geschlechterbinarität passen. Es kann aber auch eine Geschlechtsidentität für Menschen sein, die sich sowohl als Frau und Mann (gleichzeitig oder abwechselnd) oder weder als Frau noch als Mann identifizieren. Es gibt also keine absolute Abgrenzung zum Begriff ‚genderfluid‘ oder zum Begriff ‘nichtbinär‘.

  • Gendervariant

    Gendervariant: Eine Person, die sich als ‚gender nonconforming‘ oder ‚gendervariant‘ identifiziert, hat eine Geschlechtsidentität, die nicht mit dem Geschlecht übereinstimmt, dem x bei der Geburt zugewiesen wurde. Im Gegensatz zu trans geht es dabei aber mehr um die grundsätzliche Ablehnung der gesellschaftlichen binären Norm in Bezug auf Geschlecht.

  • Geschlechtsidentität

    Geschlechtsidentität: Die Geschlechtsidentität eines Menschen bezeichnet, mit welchem Geschlecht oder welchen Geschlechtern sich ein Mensch selbst identifiziert. Die Geschlechtsidentität eines Menschen muss nicht mit dem Geschlecht übereinstimmen, dem x bei der Geburt zugewiesen wurde.

  • Geschlechtspräsentation

    Geschlechtspräsentation: Die Geschlechtspräsentation bezeichnet die äußere Darstellung vom Geschlecht eines Menschen, beispielsweise durch Kleidung, Gestik oder Verhalten. In der westlichen Gesellschaft wird alle Geschlechtspräsentation entweder als männlich oder weiblich wahrgenommen. Alles, was davon abweicht, zum Beispiel androgyne Geschlechtspräsentation, löst Verwirrung oder Verärgerung aus und wird von der Gesellschaft nicht anerkannt. Wir finden das scheiße, können es aber nicht ändern. Wir würden gerne diesen ganzen Eintrag löschen, diese ganze Gesellschaft, und den ganzen Rest. Und dann wollen wir nach Hause gehen und Pizza essen. Geht aber leider nicht.

  • Geschlechtszuweisende Maßnahmen

    Geschlechtszuweisende Maßnahmen: Als geschlechtszuweisende Maßnahmen werden insbesondere Operationen, aber auch beispielsweise Hormontherapien, bezeichnet, die das Ziel haben, Menschen, vor allem inter Kinder einem Körper (meistens dem weiblichen) angleichen sollen. Der Zusatz ‚zuweisend‘ wird gebraucht, weil es sich hierbei oft um Maßnahmen handelt, die ohne das Einverständnis der Person unternommen werden.

  • Girlfag

    Girlfag: Als ‚Girlfag‘ (‚Mädchenschwuchtel‘, schwule Frau) bezeichnen sich Menschen, die sich sowohl als weiblich als auch als schwul identifizieren. Sexualität wird hier vom Geschlecht einer Person unabhängig gedacht. Manche Girlfags empfinden sich (bis zu einem gewissen Grad) als trans, für andere ist diese Identität ein Zugang zu einer transmaskulinen Identität.

  • Gray-

    Gray- / Grey-: (englisch, ‚grau‘, in diesem Kontext “wenig”) Gray- wird als Vorsilbe vor allem bei A_sexualität (gray-sexual oder gray-asexual) benutzt, aber auch bei A_romantik und für Geschlechtsidentitäten. Es steht für den Graubereich, bzw. das Spektrum. Gray-Asexualität beispielsweise bedeutet, dass eine Person nur wenig sexuelle Anziehung empfindet, dass sexuelle Anziehung nur selten vorkommt, oder dass eine Person nicht sicher ist, ob sie sexuelle Anziehung empfindet.

  • Greygender

    Greygender: Greygender ist eine Geschlechtsidentität, bei der eine Person sich (zumindest teilweise) außerhalb der Geschlechterbinarität identifiziert (siehe nichtbinär) und eine starke Ambivalenz bezüglich ihrer Identität bzw. Präsentation fühlt. Das Geschlecht fühlt sich dabei schwach an bzw. eher unbestimmbar oder unidentifizierbar oder unwichtig.

     

  • Guydyke

    Guydyke: Als ‚Guydyke‘ (‚männliche Lesbe‘) bezeichnen sich Menschen, die sich sowohl als männlich als auch als lesbisch identifizieren. Sexualität wird hier vom Geschlecht einer Person unabhängig gedacht. Manche Guydykes empfinden sich (bis zu einem gewissen Grad) als trans, für andere ist diese Identität ein Zugang zu einer transfemininen Identität.

  • Hermaphrodit

    Hermaphrodit, Herm: Hermaphrodit ist eine veraltete medizinische, diskriminierende Bezeichnung für inter Menschen und sollte von endogeschlechtlichen Menschen nicht benutzt werden. Manche inter Menschen verwenden allerdings „Herm“ als positive Eigenbezeichnung.

  • Heteroromantik

    Heteroromantisch: Eine Person, die sich zu Menschen des/einen anderen Geschlechts romantisch hingezogen fühlt, also romantische Beziehungen mit diesen Menschen eingehen möchte, ist heteroromantisch. Da sich bei manchen Menschen die sexuelle Orientierung von der romantischen unterscheidet, kann es sinnvoll sein, beides getrennt zu benennen.

  • Holocaust-Gedenktag

    Der Holocaust-Gedenktag (bzw. der “Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus”) bezieht sich auf die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27.01.1945. An diesem Tag wird allen Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Da darunter auch queere Menschen waren, ist dies auch für die queere Community ein wichtiger Tag. 

     

  • Homofeindlichkeit

    Homofeindlichkeit: Homofeindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung gegen schwule und lesbische Menschen. Dies äußert sich z.B. durch Ablehnung, Wut, Intoleranz, Vorurteile,  Unbehagen oder körperliche bzw. psychische Gewalt gegenüber schwulen und lesbischen Menschen oder Menschen, die als schwul oder lesbisch wahrgenommen werden. Als internalisierte Homofeindlichkeit wird Feindlichkeit bezeichnet, die gegen die eigene sexuelle Orientierung und damit gegen sich selbst gerichtet ist. Dies passiert oft in einer homofeindlichen Umgebung und/oder vor dem eigenen inneren Coming Out.

  • Homosexualität

    Homosexualität, homosexuell: Homosexualität bezeichnet die sexuelle Orientierung, bei der Menschen sich zu dem/einem eigenen oder einem ähnlichen Geschlecht hingezogen fühlen. Homosexuelle Männer werden als schwul bezeichnet, homosexuelle Frauen als lesbisch. Die Bezeichnung ‚homosexuell‘ lehnen viele Lesben und Schwule ab, da der Begriff in seiner Entstehungszeit vor allem medizinisch gebraucht wurde.

  • Inter

    Inter, Intersex, Intergeschlechtlichkeit : Inter Menschen sind Menschen, deren körperliches Geschlecht (beispielsweise die Genitalien oder die Chromosomen) nicht der medizinischen Norm von ‘eindeutig’ männlichen oder weiblichen Körpern zugeordnet werden kann, sondern sich in einem Spektrum dazwischen bewegen. Bis heute werden inter Kinder nach der Diagnose zu einem (meistens dem weiblichen) Geschlecht umoperiert mit teilweise erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen und psychischen Problemen.

  • Intergender

    Intergender: Intergender bezeichnet Menschen, deren Geschlechtsidentität sich zwischen den binären Geschlechtern, also zwischen männlich und weiblich befindet.

  • Intersektionalität

    Intersektionalität: Intersektionalität bedeutet, dass verschiedene gesellschaftliche Strukturen zusammenhängen, also z.B. Geschlecht, Sexualität, Herkunft, Kultur, Religion und sozialer Status. Das heißt, dass auch verschiedene Diskriminierungsformen wie Rassismus und Behindertenfeindlichkeit zusammenhängen und in diesen Zusammenhängen betrachtet werden müssen. So erleben z.B. Frauen, die ein Kopftuch tragen eine spezifische, miteinander verwobene Form von Rassismus, Islamfeindlichkeit und Sexismus.

  • Körperliches Geschlecht

    Körperliches Geschlecht: Das körperliche Geschlecht eines Menschen ist eine gesellschaftliche bzw. kulturelle Konstruktion, bei der verschiedenen Körperteilen, wie beispielsweise Genitalien, Hormonen und Chromosomen, eine Geschlechtlichkeit zugeschrieben wird. Zum Beispiel wird in unserer Gesellschaft ein Penis als Code für Männlichkeit gesehen. „Konstruktion“ bedeutet, dass es kein natürliches körperliches Geschlecht gibt, sondern unsere Gesellschaft dies erst erschaffen hat, zum Beispiel durch die Erwartung, dass alle Frauen Eierstöcke haben. Diese Vorstellung ist aber fehlerhaft und diskriminierend, beispielsweise für inter Menschen, deren Körper nicht in das zweigeschlechtliche System passen. Außerdem sagen Körpermerkmale nichts über das Geschlecht aus, mit dem sich eine Person identifiziert. So kann es beispielsweise auch Männer geben, die Brüste und eine Vagina haben.

  • Label

    Label: Ein Label (englisch, ‚Bezeichnung, Etikett, Kennzeichen‘) ist eine Bezeichnung, die Menschen benutzen, um ihre Sexualität und/oder ihre Geschlechtsidentität zu beschreiben. Lesbisch, Schwul, bi+sexuell, a_sexuell, trans, inter, nichtbinäre und queer sind Beispiele für Labels. Der Sinn von Labels ist, dass Menschen eine gemeinsame Sprache haben, mit der sie sich über ihre Gefühle und Erfahrungen mit Geschlecht und Sexualität austauschen können. Demnach sind Labels dann gut und sinnvoll, wenn Menschen sie für sich selbst bestimmen können, aber nicht, wenn sie anderen unfreiwillig aufgedrängt werden.

  • Lesbisch

    Lesbisch, Lesbe: Als lesbisch bezeichnen sich Frauen oder manche nichtbinäre Personen, die sich romantisch und/oder sexuell zu anderen Frauen bzw. weibliche Personen hingezogen fühlen.

  • LGBT Health Awareness Week

    Die LGBT Health Awareness Week findet jährlich in der letzten Woche im März statt und soll Aufmerksamkeit darauf lenken, dass queere Menschen insgesamt ein erheblich höheres Risiko für schlechte physische und psychische Gesundheit haben als hetero und cis Menschen, sowie mehr Diskriminierung im medizinischen und psychologischen Sektor erfahren. Jedes Jahr finden verschiedene Aktionen online und offline statt, um auf diese Probleme aufmerksam zu machen.

  • Lithromantik

    Lithromantisch: Als lithromantisch bezeichnen sich Personen, die zwar romantische Gefühle gegenüber anderen Menschen haben, aber nicht wollen bzw. nicht brauchen, dass diese Gefühle erwidert werden. Bei manchen lithromantischen Menschen verschwinden die romantischen Gefühle, wenn sie erwidert werden.

  • Lithsexualität

    Lithsexualität, lithsexuell: Lithsexuelle Menschen können grundsätzlich sexuelle Anziehung zu anderen Menschen spüren, wollen oder brauchen aber nicht, dass diese Anziehung erwidert wird. bzw. nicht brauchen, dass diese Gefühle erwidert werden. Bei manchen lithsexuellen Menschen verschwindet die sexuelle Anziehung, wenn sie erwidert wird.

  • Männlicher Körper

    Männlicher Körper: Unter einem ‚männlichen Körper‘ wird normalerweise ein Körper mit Penis, Hoden und weitere Charakteristiken verstanden. Eine inklusivere Variante wäre, männliche Körper als die Körper von Männern (egal ob trans, inter oder cis) zu verstehen. Außerdem ist es wichtig zu bedenken, dass z.B. nicht alle Menschen mit  Hoden Männer sind, und dass nicht alle Männer Hoden haben. Deshalb ist es nicht sinnvoll, Penisse, Hoden, Prostata etc. als ‘männliche Geschlechtsmerkmale’ zu beschreiben.

  • Monogamie

    Monogamie: Monogamie bedeutet ‚Einehe‘ und beschreibt dass x nur mit einer Person auf einmal verheiratet ist. Außerdem beschreibt es die gesellschaftliche Norm, nach der immer nur zwei Menschen miteinander verheiratet  sein dürfen.

  • MTM

    MTM: Die Abkürzung MTM steht für ‚male to male‘, also ‚männlich zu männlich‘ und wird unter anderem von trans Männern verwendet, die die Annahme ablehnen, dass sie jemals weiblich waren.

  • MTN

    MTN / M2N: Die Abkürzung MTN (M2N) steht für ‚male to neutrois‘, also ‚männlich zu neutrois‘ und bezeichnet eine trans Identität, bei der sich eine Person, die bei der Geburt als männlich eingeordnet wurde, als neutrois identifiziert.

  • Neutrois

    Neutrois: Neutrois wird als Bezeichnung einer Geschlechtsidentität verwendet, für Menschen, die sich außerhalb der Geschlechtsbinarität identifizieren. Meistens sagen neutrois Menschen von sich, dass sie ein neutrales oder kein Geschlecht haben. Der Begriff hat Überschneidungen mit den Identitäten agender und genderqueer.

  • Nichtbinär

    Nichtbinär: Als nichtbinär oder nonbinary bezeichnen sich Menschen, die sich nicht als Mann oder Frau identifizieren, sondern als beides gleichzeitig, zwischen männlich und weiblich oder als weder männlich noch weiblich. Ein Beispiel für eine nichtbinäre Identät ist genderqueer. Nonbinary ist aber auch inklusiv für inter Menschen.

  • Novosexualität

    Novosexualität, novosexuell: Novosexuelle Menschen sind sich nicht sicher, welche sexuelle Orientierung sie haben – und das über einen langen Zeitraum hinweg (siehe auch: questioning). Ihre sexuelle Orientierung verändert sich immer wieder – weil sich auch ihr Geschlecht ändert (weil sie z.B. genderfluid sind).

  • Omniromantik

    Omniromantisch: Eine omniromantische Person fühlt eine romantische Anziehung gegenüber Menschen aller Geschlechter bzw. ohne Präferenz für ein bestimmtes Geschlecht.

  • Omnisexualität

    Omnisexuell: Eine omnisexuelle Person fühlt eine sexuelle Anziehung gegenüber Menschen aller Geschlechter bzw. ohne Präferenz für ein bestimmtes Geschlecht.

  • Packer

    Packer, Stuffer: Ein Packer ist ein realistisch aussehender Penis (teilweise mit realistisch aussehenden Hoden) meist aus Silikon, der dazu benutzt wird, einen Penis zu simulieren. Packer werden vor allem von trans Männern und Drag Kings benutzt.

  • Panromantik

    Panromantisch: Panromantische Menschen fühlen sich zu Menschen aller Geschlechter romantisch hingezogen und/oder ihre romantische Anziehung basiert nicht auf dem Geschlecht des*der anderen Person.

  • Pansexualität

    Pansexualität, pansexuell: Pansexuelle Menschen fühlen sich zu Menschen aller Geschlechter sexuell hingezogen und/oder ihre sexuelle Anziehung basiert nicht auf dem Geschlecht des*der anderen.

  • Polyamorie

    Polyamorie: Polyamouröse Menschen verlieben sich in mehr als nur eine Person auf einmal und können romantische und/oder sexuelle Beziehungen mit mehr als einer Person haben. Wichtig ist, dass alle Beziehungs- und/oder Sexualpartner*innen von diesem Arragement wissen und damit einverstanden sind.

  • Polygamie

    Polygamie: Polygamie bedeutet ‚Vielehe‘ und bezeichnet eine Form der Ehe, bei der mehr als nur zwei Personen verheiratet sind. Es geht dabei meist um eine Person, die mehrere Ehepartner*innen hat, und nicht um eine Gruppe von Personen, die alle miteinander verheiratet sind.

  • Pomoromantik

    Pomoromantisch: Pomoromantisch (post-modern-romantisch) bedeutet, dass eine Person sich nicht in der traditionellen Definition von romantischer Orientierung wiederfindet und/oder jemand, der*die offensiv Konventionen und Normen romantischer Orientierung bricht.

  • Pomosexualität

    Pomosexualität, pomosexuell: Pomosexuell (post-modern-sexuell) bedeutet, dass eine Person sich nicht in der traditionellen Definition von sexueller Orientierung wiederfindet und/oder jemand, der*die offensiv Konventionen und Normen sexueller Orientierung bricht.

  • Privileg

    Privileg: Privilegien sind Vorteile und Möglichkeiten, die Menschen einer Mehrheitsgruppe oder nicht marginalisierten Gruppe automatisch gehören. Diese werden meist als selbstverständlich angesehen und gehen auf Kosten von marginalisierten Gruppen. Bis 2017 durften zum Beispiel gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten, sondern nur sogenannte “Eingetragene Lebenspartnerschaften” eingehen – die Ehe war also ein Privileg für heterosexuelle (und manche asexuelle bzw. bi+sexuelle) Personen.

  • Queer

    Queer: Im Englischen war ‚queer‘ lange Zeit ein Schimpfwort, insbesondere gegenüber schwulen Männern. Heute wird der Begriff aber meist positiv als Selbstbezeichnung gebraucht, vor allem von Menschen, die ihre Identität als ‚außerhalb der gesellschaftlichen Norm‘ ansehen. Außerdem kann queer als Überbegriff für Menschen benutzt werden, die nicht in die romantischen, sexuellen und/oder geschlechtlichen Normen der Gesellschaft passen. Queer ist aber auch eine Theorierichtung und ein Wissenschaftszweig, in dem Schubladendenken aufgebrochen wird, verschiedene Unterdrückungsformen miteinander verknüpft gedacht werden sollen und insbesondere Sexualität als ein Ort der Unterdrückung untersucht wird.

  • Queerplatonik

    Queerplatonisch, quasiplatonisch: Queerplatonische Beziehungen (manchmal auch quasiplatonisch genannt) sind solche, die nicht romantisch sind, aber den gleichen Stellenwert und die gleiche Intimität wie romantische Beziehungen haben. Der Begriff wird meist von a_romantischen Menschen verwendet, aber auch andere Menschen können in queerplatonischen Beziehungen sein.

  • Questioning

    Questioning: Als questioning (englisch, ‚fragend‘) können sich Menschen bezeichnen, die (noch) kein passendes Label gefunden haben, dass ihre Sexualität oder Geschlechtsidentität passend beschreibt. Menschen, die sich als questioning oder fragend identifizieren, sind ein fester Bestandteil der queeren Community.

  • Quoiromantik

    Quoiromantisch, wtfromantisch: Quoiromantisch oder scherzhaft manchmal wtfromantisch (nach englisch, what the fuck, also ‚was zur Hölle‘) sind Menschen, die Schwierigkeiten haben, verschiedene Arten von Anziehung voneinander zu unterscheiden. Für sie sind zum Beispiel romantische und platonische Gefühle nicht zu unterscheiden, oder austauschbar. Manche Menschen, die sich als quoiromantisch identifizieren, verstehen auch grundsätzlich das Konzept von romantischer Anziehung nicht.

  • Quoisexualität

    Quoisexuell: Quoisexuell sind Menschen, die Schwierigkeiten haben, verschiedene Arten von Anziehung voneinander zu unterscheiden. Für sie sind zum Beispiel sexuelle und platonische Gefühle nicht zu unterscheiden, oder austauschbar. Manche Menschen, die sich als quoisexuell identifizieren, verstehen auch grundsätzlich das Konzept von sexueller Anziehung nicht.

  • Rezipromantik

    Rezipromantisch: Eine rezipromantische Person (von englisch reciprocate ‚erwidern‘, v.a. im Zusammenhang mit Gefühlen) verspürt erst dann romantische Anziehung zu einem Menschen, wenn der*die andere zuerst romantische Gefühle hat und ausdrückt.

  • Romantische Erfahrung

    Romantische Erfahrung: Als romantische Erfahrung wird bezeichnet, mit Menschen welchen Geschlechts / welcher Geschlechter eine Person bereits romantische Beziehungen hatte.

  • Romantische Orientierung

    Romantische Orientieung: Die romantische Orientierung drückt aus, in Menschen welchen Geschlechts / welcher Geschlechter sich eine Person verlieben kann bzw. mit Menschen welchen Geschlechts / welcher Geschlechter eine Person gerne eine romantische Beziehung führen möchte.

  • Sapiosexualität

    Sapiosexualität: Eine Person ist sapiosexuell wenn sie sich mehr vom Intellekt einer anderen Person sexuell angezogen fühlt als vom Körper der Person oder anderen Faktoren. Sapiosexualität wird teilweise auch als Identität auf dem a_sexuellen Spektrum definiert, bei der eine Person eine andere Person erst dann sexuell anziehend findet, wenn eine intellektuelle Verbindung zwischen ihnen besteht.

  • Schwul

    Schwul: Als schwul bezeichnen sich Männer oder sich mit Männlichkeit identifizierende nichtbinäre Personen, die sich romantisch und/oder sexuell zu Männern oder männlichen Personen  hingezogen fühlen. Im Englischen identifizieren sich manche lesbische Frauen ebenfalls als gay.

  • Sensuelle Orientierung

    Sensuelle Orientierung: Die sensuelle Orientierung drückt aus, von Menschen welchen Geschlechts / welcher Geschlechter sich eine Person gerne anfassen lassen möchte bzw. Menschen welchen Geschlechts / welcher Geschlechter eine Person gerne anfasst. Dies kann in einem erotischen Kontext verstanden werden, bezieht sich aber auch auf Kuscheln, Händchen halten und ähnliches.

  • SOFFA

    SOFFA: Diese Abkürzung steht für ‚Significant Others, Friends, Familiy and Allies‘ („Partner*innen, Freunde, Familie und Unterstützer*innen“) und bezeichnet alle Menschen, zu denen eine queere Person eine unterstützende Beziehung hat.

  • Squish

    Squish: Ein Squish ist ein Begriff für das Gefühl, das Menschen empfinden, wenn sie (oft starke) freudschaftliche Gefühle für eine andere Person empfinden oder eine (queer-)platonische Beziehung eingehen möchten. Dieser Begriff wird vor allem von a_romantischen Personen verwendet. Squish ist der freundschaftliche Gegenbegriff zum Begriff Crush, der mit romantischen Gefühlen verbunden ist.

  • Stargender

    Stargender: Stargender ist eine Geschlechtsidentität, die auf die Pole ‚männlich‘ und ‚weiblich‘ vollkommen verzichtet. Daneben gibt es noch viele weitere Möglichkeiten und Begriffe, ein Geschlecht zu beschreiben, das außerhalb von Männlichkeit und Weiblichkeit existiert.

  • Stealth

    Stealth: Stealth (englisch für ‚Heimlichkeit‘) bezeichnet den Zustand, wenn eine Person in der Öffentlichkeit nicht als trans geoutet ist. Das betrifft vor allem diejenigen trans Menschen, die nach außen hin gut passen.

  • Tag der Menschenrechte

    Der Tag der Menschenrechte (englisch “Human Rights Day”) wird jährlich am 10. Dezember gefeiert. Es ist der Gedenktag für die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 stattfand. Hier wird unter anderem festgehalten, dass alle Menschen ein Recht auf ein Leben frei von Diskriminierung haben.

  • Trans Frau

    Trans Frau/MTF: Trans Frauen sind nette, großartige und coole Leute, die wir sehr lieben. Der Begriff bezeichnet eine Transidentität, bei der eine Person, die bei der Geburt nicht weiblich zugewiesen wurde,  sich als weiblich identifiziert. Die Abkürzung MTF steht für ‚male to female‘, also ‚männlich zu weiblich‘; dieser Begriff wird aber von der trans Community oft abgelehnt; der Begriff trans Frau verdeutlicht besser, dass es sich bei diesen Menschen um Frauen handelt.

  • Trans Mann

    Trans Mann / FTM: Der Begriff “trans Mann” bezeichnet eine trans Identität, bei der sich eine Person, die bei der Geburt nicht als männlich zugewiesen wurde, als männlich identifiziert. Die Abkürzung FTM steht für ‚female to male‘, also ‚weiblich zu männlich‘ dieser Begriff wird aber von der trans Community oft abgelehnt; der Begriff trans Mann verdeutlicht besser, dass es sich bei diesen Menschen um Männer handelt.

  • Transfeindlichkeit

    Transfeindlichkeit: Transfeindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung von trans Menschen. Dies äußert sich z.B. durch Ablehnung, Wut, Intoleranz, Vorurteile,  Unbehagen oder körperliche bzw. psychische Gewalt gegenüber trans Personen oder Menschen, die als trans wahrgenommen werden. Als internalisierte Transfeindlichkeit wird die Feindlichkeit bezeichnet, die gegen die eigene trans Identität und damit gegen sich selbst gerichtet ist. Dies passiert oft in einer transfeindlichen Umgebung und/oder vor dem eigenen inneren Coming out.

  • Transgender

    Transgender: Transgender ist ein Überbegriff für alle Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden. Transgender Menschen können sich als männlich oder weiblich, aber auch außerhalb des binären Geschlechtersystems identifizieren, also z.B. als nichtbinär, agender oder genderfluid.

  • Transition

    Transition: Als Transition bezeichnet man den Prozess, in dem eine trans Person soziale, körperliche und/oder juristische Änderungen vornimmt, um die eigene Geschlechtsidentität auszudrücken. Dazu können Hormontherapien und Operationen gehören, aber auch Namens- und Personenstandsänderungen, ein anderer Kleidungsstil und vieles andere.

  • Transmaskulinität

    Transmännlichkeit, Transmaskulinität: bezeichnet Menschen, die bei ihrer Geburt nicht dem männlichen Geschlecht zugewiesen wurden, die sich aber als männlich oder teilweise männlich identifizieren.

  • Transsexualität

    Transsexualität, transsexuell: Transsexuell ist ein Begriff für Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden. Die Geschlechtsidentität ist hier meistens nur auf ‚männlich‘ oder ‚weiblich‘ beschränkt. Der Begriff kommt aus einem medizinischen Kontext und wird deshalb inzwischen von vielen trans Personen abgelehnt.

  • Transvetit

    Transvestit: Transvestiten kleiden sich aus verschiedenen Gründen wie ein anderes Geschlecht. Das kann als Kostüm gemeint sein oder mit einem Fetisch oder Kink zusammenhängen. Transvestismus wird bis heute immer noch von Mediziner*innen als krankhaft erklärt; die ‘Diagnose’ trifft vor allem cis Männer. Dies ist nicht zu verwechseln mit trans Personen.

  • Two-Spirit

    Two-Spirit: Two-Spirit ist ein Geschlecht, das aus der Tradition der nordamerikanischen First Nation Bevölkerung stammt. Two-Spirits haben sowohl traditionell maskuline als auch traditionell feminine Anteile. Weißen und anderen Menschen, die nicht Ureinwohner*innen Amerikas sind, steht dieser Begriff als Selbstbezeichnung nicht zu, weil das als ‚cultural appropriation‘, also kulturelle Übernahme, gesehen wird.

  • Weiblicher Körper

    weiblicher Körper: Unter einem ‚weiblichen Körper‘ wird normalerweise ein Körper mit Vulva, Uterus, Eierstöcken und weiteren Charakteristiken verstanden. Eine inklusivere Variante wäre, weibliche Körper als die Körper von Frauen (egal, ob trans, inter oder cis) zu verstehen. Außerdem ist es wichtig zu bedenken, dass nicht alle Menschen z.B. mit Eierstöcken Frauen sind, und dass nicht alle Frauen Eierstöcke haben. Deshalb ist es nicht sinnvoll, Vulven, Uteri, Eierstöcke etc. als ‘weibliche Geschlechtsmerkmale’ zu beschreiben.

  • Zugewiesenes Geschlecht

    zugewiesenes Geschlecht/Hebammengeschlecht: Das zugewiesene Geschlecht beschreibt den Geschlechtseintrag auf der Geburtsurkunde eines Kindes, der bei der Geburt aufgrund von Genitalien zugewiesen wird. Es kann aber auch das Geschlecht bezeichnen, zu dem eine inter* Person mithilfe von Genitaloperationen zwanghaft zugewiesen wurde. In Deutschland gibt es mittlerweile vier gültige Geschlechtseinträge: männlich, weiblich, divers und den offenen Personenstand (bei dem nichts eingetragen wird).