Kummerkastenantwort 2.962: Bin ich vielleicht trans männlich?

Hallo Liebes Queer Lexikon Team,
Ich hab schon ein paar Nachrichten an euch geschickt. Ich hab in etwa vor drei Jahren angefangen darüber nachzudenken trans männlich zu sein. Ich hab mich als Kind immer den Jungs dazugehörig gefühlt auch wenn ich lieber ein anderes Mädchen sein sein wollte, wegen langen Haaren und wegen der Tatsache beschützt zu werden. Dahwr war ich in meinen fantasien als kind ausschließlich weiblich. Eine Schwangerschaft fand ich als Kind unangenehm und bis heute wehre ich mich gegen den Gedanken. Zumindest als Frau. Als Mann wiederum kann ich es mir vorstellen. In meiner Jugend (jetzt bin ich 20) hat es sich ab 14 gefühlsmäßig immer mehr männlich entwickelt. In meinen Fantasien war ich männlich, ich hab mich stärker mit männlich identifiziert und irgendwann konnte ich boyxboy Romanzen nicht lesen ohne große Eifersucht zu empfinden. Für mich wurde es immer unangenehmer einen weiblichen Körper zu besitzen. Ich wollte einen penis. Mit 15 hab ich zum ersten mal von trans gehört und dachte, das bin ich. Dann kam ich mir zu feminin vor. Ich mag nämlich feminine Sachen. Folge 304 war von mir vor 2 jahren. Mit 17 dann ging es nicht mehr und ich fing an darüber nachzudenken. Am Anfang war ich mir unsicher bezüglich eine mastek. Ich sehe meine brust als flach, finde es unangenehm sie auf der Haut zu spüren. Deswegen ging die Unsicherheit nach einer Weile weg. Ich hab bezüglich penis auch letztens etwas gefragt (folge 2.682).
Mein Problem. Ich hatte Phasen in den letzten drei Jahren ich mir unsicher war, ob ich männlich geboren werden wollen (?) Und es gab welche in denen mich was abgestoßen hat. Meine vermutung: ich will weich und auch beschützt werden, feminines zeugs machen können.
Ein eher aktuelles Problem. Wenn ich mich irgendwo bei irgendwas vorstelle (zum Beispiel neuer minijob) stelle ich mich weiblich vor. Ich hab das Gefühl von Weiblichkeit aus meiner Kindheit und assoziiere des mit nem weiblichen Bild von mir. Stelle mich eher als Vater vor.

Die letzte Nachricht bezüglich trans männlichkeit. Meine Frage hat nicht mehr reingepasst. Was hat das mit dem vorstellen zu bedeuten?
Grüße Sam

Auch noch zur Frage mit der Thematik trans männlichkeit. Die männliche Wahrnehmung bei der Vorstellung (zum Beispiel beim minijob) passt besser zu mir. Tut mitleid wegen den ganzen Nachrichten schnipslen.

Hallo zurück!

Wir stellen uns oft Dinge vor, um sie ein wenig zu “erkunden”, ohne, dass es tatsächlich Konsequenzen in unserem echten Leben hat. Das ist vollkommen normal und gesund, vor allem, wenn es Dinge sind, die mit einer Menge Konsequenzen daher kommen würden – zum Beispiel eine Transition.

Ich würde versuchen, da nicht allzu viel hinein zu deuten. Wichtig ist vor allem die Frage: Womit fühlst Du Dich jetzt im Augenblick am wohlsten? Damit, Dich bei einem neuen Job als männlich zu präsentieren? Oder mit einer anderen Präsentation?

So oder so gilt: Du kannst auch als (trans) männliche Person feminine Seiten haben. Du kannst auch als männliche Person “weich” sein und beschützt werden wollen. Und auch als männliche Person wirst du Menschen finden können, die Dich beschützen wollen.

Liebe Grüße,
Elias

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