Kummerkastenantwort 6.128 – Ich bin trans, aber manchmal fühle ich mich nicht „typisch männlich“
Hallo liebes Kummerkasten-Team,
ich weiß gerade nicht so genau, wo ich stehe, und hoffe, ihr könnt mir ein bisschen helfen.
Ich bin seit ungefähr sechs Jahren (oder etwas länger) als trans geoutet und benutze den Namen Dylan Jayden. Ich trage maskuline Kleidung und auch einen Binder, weil ich mich in meinem Körper sonst oft sehr unwohl fühle.
Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass ich mich nicht immer „typisch männlich“ fühle. Ich weiß aber sicher, dass ich keine Frau bin. Diese Unsicherheit verwirrt mich, weil ich mich frage, ob ich vielleicht trans bin – oder doch eher nonbinär? Oder vielleicht was dazwischen?
Ich würde einfach gerne besser verstehen, wer ich bin, und wie ich mit diesen Gefühlen umgehen kann.
Danke, dass ihr euch Zeit nehmt, das zu lesen.
Liebe Grüße
Dylan Jayden
Hallo Dylan Jayden,
auch als trans Mann muss man sich nicht immer „typisch männlich“ verhalten und fühlen. Viele Männer (und eben auch trans Männer) haben Hobbys, Interessen, oder Charakterzüge, die von unserer Gesellschaft als weiblich kategorisiert werden, und sind deswegen trotzdem nicht weniger männlich, oder weniger trans.
Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst mit dem Label, das du für dich benutzt. Wenn du dich mit trans männlich gut fühlst, ist das super – wenn du merkst, dass du dich mit nichtbinär oder sowas wohler fühlen würdest, dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Du kannst auch erstmal sagen, dass du dein Geschlecht erstmal nicht weiter labeln möchtest, um dir selbst etwas Raum zu geben und deine Gefühle zu erkunden.
Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg!
Liebe Grüße,
Elias


