Kummerkastenantwort 6178 – Warum wünsche ich mir, bi zu sein?

Hallo! Ich bin eine weiblich gelesene Person und fürchte mich auch so. Ich habe hier wahrscheinlich gar nichts zu suchen. Ich bin (leider) hetero und wünsch mir immer wieder, dass ich bi bin, ich weiß nicht wieso. Ich finde Frauen sehr anziehend, aber sexuell nicht aktiv. Was ist los bei mir? Ist es wegen den ganzen Erwähnungen von queerness, weil ich einfach irgendwo dazu gehören will oder ist das ein anderes Problem?

Guten Tag,

die allermeisten Leute, die häufiger drüber nachdenken, ob sie zum Beispiel bisexuell sind, liegen damit nicht so ganz falsch. Insofern könnte da so halb was dran sein. Gerade aber, wenn Sexualität für dich da nicht so der Aspekt ist, ist vielleicht biromantisch eher so das Label, über das du nachdenken könntest.

Insofern nein, ich glaube nicht, dass das irgendein Problem ist. Ich glaube eher, dass da eine Einladung läge, in sich zu gehen und mal zu probieren und zu schauen, und ein bisschen das heterosein zu hinterfragen. Das muss nicht heißen, dass du hinterher sagst, dass du nicht hetero bist, aber ich denke, was zu lernen gibts dabei auf alle Fälle.

Liebe Grüße
Xenia

2 Kommentare

  1. A sagt:

    Damals als ich 13 war, habe ich das erste Mal angefangen, meine Sexualität zu hinterfragen. Ich kam jedoch mit keinem brauchbaren Ergebnis raus, und schob das Questioning auf den „Einfluss“. Mit 14 dann sprach ich mit einer Freundin über unsere Orientierung und als ich „hetero“ sagte, fühlte sich das falsch an.
    Lange Rede, kurzer Sinn, fünf Jahre nach meinem ersten Questioning beschreibe ich mich als bigender, romantisch undefiniert und lithsexuell. Sprich, ich glaube nicht, dass dieser „Wunsch“ von ohnehin kommt 🙂

  2. Sydney sagt:

    Das hört sich für mich nach queerm Imposter Syndrom an. Das kommt leider nicht selten vor bei queeren Menschen. Wichtig ist zu wissen, dass kein Mensch queer werden kann. Entweder ist man es oder nicht.

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