Kummerkastenantwort 6145 – Ich bin gerne feminin und träume davon eine Frau zu sein.

Hallo…. Einmal zu mir ( 36Jahre Männlich ) ich schreibe jetzt was ich gerade empfinde und denke. Vielleicht nicht zeitgemäß, bitte korrigieren wenn ich mit meinen Aussagen jemanden verletzen sollte. Sry vorab. 👋

Es ist lange her. Ca. 20 Jahre um es zu schätzen. Ich glaube das ich hier, das schreibe ist aus dem Gefühl heraus das ich es bereuen würde zumindest nicht einmal noch darüber geschrieben zu haben.

Ich lebe seit ich jung (glaube seit der Pupertät) mit dem Gedanken das ich irgendwie anders bin als andere Männer. Als ich noch jung war (Teenager Zeit) fand ich immer die Aussagen von gleichaltrigen kumpels fragwürdig. Wie zum Beispiel „boah hat die nen geilen arsch“ „die ist echt geil“ wenn ich einer Frau hinterher gesehen habe dann fand ich sie sehr schön. Lange glatte Haare, gepflegt, schöne Kleidung. Ich war immer… Neidisch? Darauf das Frauen so schöne Sachen haben und es für Männer nix gibt das ich „schön“ finde. Frauen waren und sind für mich unheimlich schöne Wesen. Das war schon immer so. Ich wollte immer so sein wie eine „Sie“ und ja ich habe manchmal Klamotten meiner Schwestern gestohlen. Einfach nur um zu schauen ob „ich“ das Problem bin. Kam nie raus, habe es nie jemanden erzählt. Hatte in meiner Jugend nur immer lange Haare und habe mich Gothic gekleidet. Somit konnte man einige Sachen kaschieren ohne das man als Gay abgestempelt wurde. Man war halt merkwürdig. 😂 Das war nie ein Problem für mich. Hab immer leicht gay gemacht damit es zum Bild passt. Tatsächlich Homosexuell bin ich nicht. Ja, ich habe es ausprobiert aber es ist tatsächlich nichts für mich. Ich bin gerne feminin, hab den Kopf gerne in den Wolken, träume gerne und hatte lange Zeit ein online char mit der ich mich weiblich ausgab. Ragnarök Online damals. Hatte eine komplette. Persönlichkeit entwickelt. Mit background, Geschichte, Geburtstag. Allem drum und dran. Ingame sogar verheiratet gewesen. 😂 Bescheuert…war eine schöne Zeit. Heute 20 Jahre danach fühle ich mich wieder so.

Guten Tag,

nun, ich sag mal so. Aus deinem Post lese ich zwei Dinge. Da ist einerseits eine starke Abgrenzung gegenüber Schwulsein. Das sicherlich ein bisschen ein gesellschaftliches Ding. Wenn Zeit bleibt, ist es sicher aber auch ein Ding, um mal zu reflektieren, ob da nicht auch Schwulenfeindlichkeit ein Ding ist. Ich sage nicht, dass es so ist. Zwischen Abgrenzung („ich bin das nicht“) und Ablehnung („alles, was damit zu tun hat, soll bitte weit weg“) ist manchmal ein schmaler Grat.

Und das andere: Ich kenne eher mehr als weniger trans Personen, die Dinge in ihrer Vergangenheit und auch auf dem Weg zu ihrem Coming Out ungefähr so beschreiben würden. Also ja: kann sehr gut sein und es ist sicher keine schlechte Idee, da weiter in Reflexion und Austausch zu gehen.

Viele Grüße
Xenia

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