Kummerkastenantwort 6217 – Wie kann ich meine internalisierte Queerfeindlichkeit überwinden?
Wie kann ich meine internalisierte Queerfeindlichkeit überwinden?
Ich (w/27) habe seit vielen Jahren Schwierigkeiten, meine Queerness über meine Ängste in Bezug auf Queerness zu stellen und weiß nicht, was ich tun kann.
Ich verstehe, dass mein Kopf mich (aufgrund von diskriminierender Erfahrungen in der Vergangenheit) eigentlich vor Diskriminierung bewahren will und deshalb als Verteidigungsmechanismus dafür sorgt, dass ich mich für queere Gedanken schlecht fühle, Angst habe, offen ich selbst zu sein, ich unterdrücke meine Gefühle etc., aber wie man da schon raushört, ist das eine sehr übersteuerte, krankhafte und selbstschädigende „Strategie“.
Tldr; Ich habe eine starke Angst vor Diskriminierung und deshalb unterdrücke ich meine Orientierung. Ich würde lieber mutig sein, mir erlauben zu daten und queer zu sein, ohne, dass ich mich selbst dafür abwerte. Wie kann ich dahin kommen?
Hallo,
Uff, das hört sich ganz schön schwierig an. Tut mir leid, dass das für dich so schwierig ist. Hier sind ein paar Ideen für Dinge, die du tun kannst – schau einfach, was für dich passt:
- Versuche, mehr queeren Leuten auf Social Media zu folgen und deren Freude, deren Stolz auf ihre Identität etc. bewusst wahrzunehmen
- Überlege, ob vielleicht eine queerfreundliche Therapie für dich möglich ist, oder zumindest eine queere Beratung, um in diesem Prozess professionell begleitet zu werden
- Geh auf queere Events oder werde Teil einer queeren Gruppe, umgib dich mit queeren Menschen in deinem Leben, die Positivbeispiele für dein Leben sein können
- Konsumiere Filme, Serien, Games… in denen queere Charaktere vorkommen, die keine Diskriminierung erleben (z. B. Schitts Creek als Serie), um in deinem Kopf Queer Sein positiv zu assoziieren
Ich hoffe, das hilft dir vielleicht ein bisschen.
Ich wünsche dir alles Gute!
Liebe Grüße,
Annika

