Kummerkastenantwort 859: Meine Mutter akzeptiert mich nicht.

Hallo 🙂
Erst einmal, ihr macht tolle Arbeit. Die Seite hat mir schon wirklich oft geholfen, mich zu finden.
Jetzt zu meinem Problem. Ich habe mit 11 herausgefunden, dass ich auch auf Frauen stehe, mir mit 12 dann eingestanden, gay zu sein. Mit 13 habe ich herausgefunden, dass ich Genderfluid/Non-Binary bin (ich bin biologisch weiblich). Dass ich auch noch demisexuell bin, ist hier jetzt nicht wirklich wichtig 😉
Ich habe mich vor einem halben Jahr bei meiner Mutter als Genderfluid und Gay geoutet, doch sie hat es nicht verstanden und es als Phase abgetan. Sie hat es seitdem nie wieder angesprochen und ich fĂŒhle mich schlecht deswegen. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich lieber mit einem selbstgewĂ€hlten Unisex-Namen (der ein Spitzname meines Geburtsnamen ist) angeredet werden möchte, was in der Schule schon gemacht wird, bei Lehrern und SchĂŒlern. Meine Mutter allerdings nennt mich bei meinem Deadname, mit dem ich mich wirklich unwohl fĂŒhle. Wenn sie es tut, dann spuckt sie den Namen aus und legt einen verĂ€chtlichen Unterton hinein, so als wolle sie mich damit beleidigen. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll. Reden möchte ich nicht mit ihr, da ich nicht wirklich ein enges Band mit ihr habe. Aber ich bin einfach ratlos. Ausziehen kann ich auch nicht 😉 (bin noch minderjĂ€hrig)
Ich danke euch jetzt schon fĂŒr eure Antwort.
Anonym 😉

Hallo,

das ist jetzt bisschen schwierig, und ich muss, fĂŒrchte ich, zugeben: So, wie du es schilderst, gibts keine Lösung. Wieso? Weil da zwei aktive Personen sind, du und deine Mutter. Sie verwendet deinen Deadname, du hast da berechtigterweise was dagegen. Sie soll damit aufhören und du kannst es ihr aber nicht sagen. Die einzige Möglichkeit, dass sie damit aufhört, wĂ€re also, wenn sie selbst drauf kĂ€me. Da glaube ich nicht so wirklich dran.

Das heißt: Die Geschichte muss aus dieser Konstellation raus. Vielleicht durch eine weitere Person, die fĂŒr dich mit deiner Mutter reden kann. Möglicherweise fĂ€llt dir eine Person ein, an die du dich wenden kannst. Pateneltern. Schulsozialarbeiter*innen. Vertrauenslehrer*innen. Anderes Elternteil. Oder irgendwer ganz anderes. Das wird zwar irgendwie aufwendig, aber: so wie es ist, soll es nicht bleiben und von alleine Ă€ndert sich das ja nicht. Irgendwo muss da Initiative und frischer Wind herkommen, quasi.

Viele GrĂŒĂŸe
Xenia

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