Kummerkastenantwort 3.057: Wie kann ich mit religiösen Familienmitgliedern und dem Vorschlag einer Konversionstherapie umgehen?

Guten Abend . Ich habe mich gestern geoutet . Und es ist natürlich nicht absolut perfekt gelaufen aber es war ok .
Nur hab ich eine sehr gläubige Mutter die jetzt mein „Problem „ so wie sie es gerne nennt Ausbeten zu lassen .
Ich weiß ich müsste eigentlich den Kontakt abbrechen aber das fällt mir absolut nicht einfach .
Hat jemand noch so in die Richtung „sehr religiöse Familienmitglieder und kann mir eventuell ein Tipp geben ?

Guten Tag,

während es -mindestens in den christlichen Religionen- gute und starke theologische Argumente gibt, dass die Gebete, die queere Menschen brauchen, bestenfalls für ihren Schutz gegen eine ihnen feindlich gesonnene Gesellschaft eine halbwegs sinnige Idee sind. Das hilft nur leider oft genug nicht, weil Menschen lieber sind “schau mal da hinten in der Bibel Gott verurteilt die Unzucht und machst hier Unzucht” – während niemand so genau weiß, was Unzucht denn sein soll.

Mein Tipp ist daher Grenzen ziehen. Klar machen, dass es dir entweder Wurscht ist, weil dieser Gott nicht dein Gott ist oder dass das ziemlicher Unfug ist, weil Gott dich eben so gemacht hat – in seinem Ebenbild, es also ziemlich unverschämt wäre, da per Gebet dran tun zu wollen. Klar machen, dass es für dich übergriffig ist, wenn da tatsächlich jemand für beten will oder wird.

Konversionstherapien sind hier zudem verboten. Weil sie nix inhaltlich bringen und Menschen krank machen. Das ändert sich auch nicht, wenn da jemand aus religiöser Motivation rangeht. Nicht sicher, wie dringend es deiner Mutter ist, gegen Gesetze zu verstoßen und ihrem Kind zu schaden.

Viele Grüße
Xenia

P.S.: Schau vielleicht mal bei Zwischenraum auf die Webseite, vielleicht hilft da etwas weiter?

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