Kummerkastenantwort 3.735: Soll ich mich bei meinem Therapeuten outen?

Ich bin zur Zeit in Therapie wegen Zwangsgedanken, Autismus und ADS.

Wäre es gut, meinen Therapeuten mitzuteilen, das ich Asexuel, genderfluid, grayromantisch, panromantisch, demiromantisch und polyamorös bin?

Hallo!

Wenn Therapeut*innen wissen, dass die Menschen, die vor ihnen sitzen, queer sind, kann eine Therapie besser sein, weil man viel offener über die eigene Lebensrealität sprechen kann und spezifische Anliegen, die mit dem queer sein zusammenhängen, besprechen kann. Allerdings gibt es ja auch Therapeut*innen, die mit queeren Menschen nicht gut umgehen, ihre Vorurteile nicht reflektiert haben oder so. Und dann wiederrum kann das ganze eher schwierig sein.

Mein Tipp wäre: Teste mal, wie dein Therapeut grundsätzlich zu queeren Themen steht. Du kannst auch sagen, dass du dich gerne outen würdest und dass du z.B. erwartest, dass dein Geschlecht und deine romantische Orientierung nicht zum Problem gemacht werden sollen. Du kannst deinem Therapeuten auch Informationsmaterial mitbringen (z.B. eine Broschüre, eine Webseite oder so).

Alles Gute für dich!

Liebe Grüße,

Annika

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