Kummerkastenantwort 6524 – Ich bin genderfluid und verwirrt
CN: Queerfeindlichkeit zuhause
Hey zusammen,
ich hab‘ im Moment ziemlich viele Probleme, und da ich da vermutlich allein nicht wieder rauskomme, schreibe ich euch, weil eure Seite mit schon oft weitergeholfen hat.
Also, im Moment bin ich… ähm… ach, kein Plan. Ich bin genderfluid, aber weiß meistens nicht welches Gender ich gerade hab. Vaguefluidflux. Anyways. Ich hatte mich gefragt, ob irgendwer von euch weiß, wie man vor Eltern, die nicht Mal das Wort „queer“ richtig aussprechen, eine genderfluide Identität rechtfertigt, ohne das die sagen (bestenfalls), dass das nur an der Pubertät liegt. Um’s zu verkomplizieren, seit ich von Leuten die mich nicht kennen für ’nen Jungen gehalten werde (was zumindest relativ dicht drankommt, meistens), neckt mich meine Familie mit dieser „Mädchen/Junge“ Kiste, und betont immer wieder, das ich für sie definitiv wir ein Mädchen aussehe…
Weiß nicht ob mir da irgendwer helfen kann, aber war auf jeden Fall gut, das Mal aufzuschreiben.
Mick (er/sein, momentan)
Hallo Mick,
das klingt nach einer ganz schön belastenden Situation. Du verdienst es, zuhause ernst genommen zu werden und in Ruhe aufwachsen zu dürfen, ohne dir Spott anhören zu müssen und ohne dass dir deine Identität abgesprochen wird! Kannst du dir Räume schaffen, in denen du einfach du selbst sein darfst? Z. B. in einer queeren Jugendgruppe, bei Freund*innen oder in unserem Regenbogenchat? Ich wünsche dir viele Verbündete, die deine Identität so anerkennen, wie sie ist. Das kann helfen, Queerfeindlichkeit zu gut wie möglich durchzuhalten.
Falls du glaubst, dass das für deine Eltern Sinn machen könnte: Wir haben Broschüren dazu, wie Eltern am besten ihre queeren Kinder unterstützen können. Wenn du magst, kannst du ihnen die mal zeigen. Ansonsten findest du auch Anlaufstellen, an die du dich wenden kannst, auf unserer Seite zum Thema Probleme zuhause. Ich wünsche dir alles Gute!
Viele Grüße
Hannah


