Kummerkastenantwort 4.414: Ich bin multiromantisch und asexuell und vielleicht kein Mädchen.

Hallo,
Ich bin ein weiblich (16) und multiromantisch/Asexual. Aber bevor ich zum Punkt komme ist es wichtig zu wissen das ich schon immer viel geredet hab und deshalb oft schneller spreche als denke. Jedenfalls war ich mir vor ein paar Monaten noch sehr sicher Lesbisch zu sein da dieser einige Wochen bis zu zwei Monaten anhielt begann ich über eilt mit dem Outing. Bei den Leuten die mir nicht so nahe stehen habe ich mich sogar um geoutet. Aber bei den Leuten die mir nahe stehen hab ich anst das sie genervt sein könnten oder es nicht verstehen. Was soll ich tun? Die eine Hälfte meiner Familie denken ich sei Lesbisch dieandre ich sei hetero und nur wenige kennen die Wahrheit. Das chaos wird noch größer meine eine Familien helfte ist echt tolerant was die Sexualität angeht aber sind sehr auf mann und frau gndern. Und naja ich habe seit einer weile das gefühl das ich kein ganzes Mädchen bin versteht mich nicht falsch ich mag meine weibliche seite und betone sie gerne in meinem Klamotten style, und trotzdem kostet es mich dermaßen an wenn mich jemand als Mädchen bezeichnet oder so sachen sagt wie das tragen nur jungs, die bist doch ein Mädchen. Irgendwie finde ich die Bezeichnung einfach nicht passend aber es fühlt sich nicht gut an wenn ich sage ich sei non binary. Weil ich wie gesagt auch einige Momente wo rich gern ein Mädchen bin und mich auch so fühle. Sorry für die lange Nachricht… es mußte einfach mal raus. Schönen Abend noch. LG

Hallo!

Erstmal: Es ist vollkommen normal und okay, dass sich Label ändern bzw. dass wir manchmal feststellen, dass sich unsere Identitäten geändert haben und dass jetzt andere Begriffe besser passen. Menschen, die uns kennen und lieben, sind nicht genervt davon, dass wir ihnen erzählen, was gerade in uns vorgeht und dass sich unsere Selbstbezeichnungen geändert haben. Ich verstehe aber natürlich deine Angst.

Wie wäre es, wenn du vielleicht mit einer Person in deiner Familie anfängst, und dich da nochmal neu outest? Am Besten mit einer Person, die dich sicher unterstützen wird. Gemeinsam könnt ihr dann überlegen, wann und wie du dich beim Rest deiner Familie outen kannst. Wenn du Hemmungen hast, kannst du ja auch genau das sagen, was du hier geschrieben hast – nämlich dass du Angst hast, dass Menschen genervt sein können oder dich nicht verstehen.

Und wenn du magst, kannst du dabei ja auch schon thematisieren, dass du über dein Geschlecht nachdenkst bzw. vielleicht kein Mädchen bist. Du musst noch kein festes Label haben oder dir ganz sicher sein, um dich zu outen. Vielleicht reicht es ja auch erstmal, wenn dein Umfeld dich nicht mehr als Mädchen bezeichnet?

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

Liebe Grüße,

Annika

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