Kummerkastenantwort 6651: Wie kann ich meine Asexualität selbst besser akzeptieren?

CN: internalisierte Acefeindlichkeit, Depressionen, Angststörung

Hallo,

Ich hatte eine Frage zur Selbstakzeptanz von Asexualität 🙂

Die Selbstakzeptanz ist bei mir in den letzten Monaten so ungefähr gar nicht vorhanden.

Ich habe den Wunsch, einfach anders zu sein, könnte kotzen, wenn Leute über ihre Beziehungen reden, und habe sehr große Angst, dass meine Asexualität nur an kommenden Depressionen liegen kann, oder einer Verschlimmerung meiner Angststörung…

In einer Zeit, in der es mir mental deutlich besser ging, habe ich mich gar nicht mehr hinterfragt und mich über das Beziehungsglück von anderen gefreut, wobei ich da auch kein „Verlangen“ für irgendeine Person gespürt habe, sondern mir eher Gedanken um wichtigere Dinge gemacht habe.

In den Jahren, in denen ich mich so hinterfragt habe, ging es mir normalerweise sowieso nicht gut.



Wie gehe ich mit meiner Unsicherheit besser um und fokussiere mich wieder auf andere Dinge?

Hallo!

Meiner Erfahrung nach kann es hilfreich für die Selbstakzeptanz sein, sich mit anderen Personen in einer ähnlichen Situation auszutauschen. Du könntest dich z. B. mit anderen Personen auf dem aromantischen Spektrum austauschen, z. B. online in unserem Regenbogenchat oder in einer queeren Jugendgruppe in deiner Nähe, wenn du das möchtest.
Du schreibst, dass es dir auch psychisch nicht besonders gut geht. Vielleicht könnte es eine Option sein, dich da therapeutisch begleiten zu lassen? Du musst sowas auf jeden Fall nicht allein durchstehen. Auf Queermed kannst du nach einer sensibilisierten Praxis in deiner Nähe suchen, wenn du möchtest.
Vielleicht gibt es ja noch irgendwelche Sachen, z. B. Hobbies, die dir Spaß machen, wo du ganz in ein anderes Thema versunken bist, um dich abzulenken? Ich wünsche dir alles Gute!

Viele Grüße
Hannah

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.