Lesbisch

Auf dieser Übersichtsseite findest du eine kurze Definition von ‘lesbisch’, die lesbische Pride Flag und was sie bedeutet, einen ausführlichen Text übers Lesbisch-Sein, Antworten auf eure Fragen zum Thema ‘lesbisch’ und weiterführende Links und Bücher zum Thema. Wenn du noch Fragen hast, schreib uns eine Nachricht – z.B. über unsere anonyme Askbox. 

Kurzdefinition

Lesbisch, Lesbe / lesbian: Als lesbisch werden Frauen oder sich mit Weiblichkeit identifizierende nonbinary Personen bezeichnet, die sich romantisch und/oder körperlich zu anderen Frauen oder sich mit Weiblichkeit identifizierenden nonbinary Personen hingezogen fühlen.

Pride Flag

[Das Bild zeigt die Pride Flag für lesbische Menschen. Sie hat sieben gleichgroße, horizontale Streifen in verschiedenen Rot- und Lilatönen, der mittlere Streifen ist weiß.]

Was ist Lesbisch-Sein?

Begriff

Der Begriff ‚lesbisch‘ geht auf die griechische Insel Lesbos zurück, auf der im 6. Jahrhundert vor Christus die Dichterin Sappho lebte. Viele ihrer Werke beschäftigen sich mit der Liebe zwischen Frauen. Sie selbst war mit heutigen Begriffen vermutlich bisexuell.

Veraltete Begriffe für Lesbisch-Sein sind u.a. Sapphismus (auch in Bezug auf die Dichterin Sappho) und Tribadie (vom lateinischen τριβάς“, tribas, ‚reiben‘, was eine Anspielung auf Scissoring[i] ist). Früher wurden lesbische Personen auch als ‚Lesbierinnen‘ bezeichnet. ‚Lesbisch‘ als Begriff gibt es in der deutschen Sprache seit ca. 1890 und wird  leider auch heute noch oft als Schimpfwort benutzt („Du Lesbe“). Erst seit den 1960er Jahren benutzen Menschen das Wort „lesbisch“ um sich selbst zu bezeichnen, bzw. als positives Wort für eine sexuelle und/oder romantische Orientierung.

Lesbische Geschichte seit 1900

Die gesamte Geschichte von lesbischen Personen ist außerordentlich lang und vielschichtig, deswegen konzentrieren wir uns auf die Zeit nach 1900 und vor allem auf Deutschland. Um das Jahr 1900 waren lesbische Personen gesellschaftlich vollkommen unsichtbar. Wenn sie versuchten, sich zu outen und lesbisch zu leben, mussten sie mit Diskriminierung und Gewalt rechnen. Es herrschte zum Beispiel oft die Vorstellung vor, Homosexualität sei eine Krankheit, die man behandeln müsste. Es gab außerdem einen Versuch, den §175, der Homosexualität bei Männern unter Strafe stellte, auch auf Frauen auszuweiten. Das konnte aber durch feministischen und lesbischen Aktivismus verhindert werden. In den 1920er Jahren gab es vor allem in Berlin das erste Mal Ansätze einer lesbischen (Sub-)Kultur – dazu gehörten lesbische Zeitschriften, Bars, Cafés und politische Organisationen. Aber schon damals gab es oft Polizeirazzien in lesbischen Bars und der gesellschaftliche Druck, sich der (vorherrschenden) heterosexuellen Frauenrolle anzupassen, war hoch. Die aufgebaute lesbische Kultur wurde durch den Beginn des Nationalsozialismus beendet –1933 wurden sofort alle aufgebauten lesbischen Strukturen systematisch von den Nazis zerstört und alle lesbischen Lokale in Berlin geschlossen.

Während des Nationalsozialismus war Lesbisch-Sein nicht explizit verboten. Trotzdem erlebten viele lesbische Personen körperliche und sexualisierte Gewalt – manche wurden wegen sogenannter ‚Asozialität‘ in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Denn: Lesbisch zu sein und romantische und sexuelle Beziehungen mit anderen Frauen zu haben, war mit der nationalsozialistischen Ideologie nicht vereinbar. Viele lesbische Personen zogen sich daher aus der Öffentlichkeit zurück, und manche heirateten einen schwulen Mann um sich abzusichern (eine sogenannte Lavendel-Ehe). Auch nachdem der Nationalsozialismus endete, hörte die staatliche Diskriminierung von lesbischen, ebenso wie die von schwulen, Personen nicht einfach auf. In der Bundesrepublik Deutschland war nach dem zweiten Weltkrieg Lesbisch-Sein immer noch verachtet, als Krankheit definiert und wurde unsichtbar gemacht. In den 1950er Jahren wurde nochmals versucht, Lesbisch-Sein als Straftat zu definieren. Das konnte aber auch wieder verhindert werden. Auch in der ehemaligen DDR war Lesbisch-Sein gesellschaftlich nicht anerkannt und wurde verschwiegen. Wenn herauskam, dass eine Person lesbisch war, musste sie mit schweren Konsequenzen, wie etwa dem Verlust ihres Jobs, rechnen. Gleichgeschlechtliche Sexualität zwischen einer Person über 18 und einer minderjährigen Person war unter Strafe gestellt – verschiedengeschlechtliche Sexualität zwischen Personen dieser Altersklassen aber nicht.

Durch diese Unsichtbarkeit und das gesellschaftliche Verschweigen war es sehr schwierig, sich zu outen, mit anderen lesbischen Personen Kontakt zu knüpfen oder sich Informationen über Lesbisch-Sein zu besorgen. Daran änderte erst die zweite Frauenbewegung Ende der 1960er Jahre etwas, die von vielen lesbischen Personen mitgetragen wurde. Es entstand eine politische Bewegung, mit dem Ziel u.a. Homofeindlichkeit und Diskriminierung gegen lesbische Personen abzubauen. Wie aber schon in der ersten Frauenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebten lesbische Personen dort oft Ausgrenzung und Diskriminierungen. Heterosexuelle Frauen hatten z.B. Angst, als lesbisch zu gelten, wenn sie gemeinsam mit lesbischen Personen politisch aktiv waren. Auch hatten die politischen Forderungen von lesbischen Personen häufig keine große Priorität in feministischen Bewegungen. In den 1980er Jahren entstand daher eine eigenständige Lesbenbewegung. Seit den 1970er Jahren trauten sich immer mehr schwule und lesbische Menschen, sich zu outen, Gruppen zu gründen und sich politisch einzubringen – dies gilt vor allem für die BRD.

Lesbische Personen versuchten auch immer wieder, sich in der Schwulenbewegung einzubringen, aber aus verschiedenen Gründen klappte das häufig nicht. So erlebten lesbische Personen bei schwul-lesbischer Zusammenarbeit häufig Sexismus und wollten deshalb lieber ohne Männer politisch aktiv sein. 1979 wurden in der BRD die ersten CSDs veranstaltet – und auch lesbische Personen liefen bei den Demonstrationen mit. Und 1985 wurde in der BRD die erste Lesbenwoche durchgeführt, ein großes politisches Treffen auf dem wichtige Themen diskutiert wurden.

In der DDR bot die evangelische Kirche für feministische, schwule und lesbische Gruppen ein Dach, um sich zu engagieren. Dabei war diese politische Arbeit vom Staat nicht gerne gesehen und es wurde versucht, sie dazu zu zwingen, sich aufzulösen. Einige schwule und lesbische Personen wurden bespitzelt, schikaniert und in ihrer politischen Arbeit behindert.

Nach der Wiedervereinigung musste lange für die rechtliche Gleichstellung von lesbischen Personen gestritten werden. So ist  es erst seit 2001 möglich, dass gleichgeschlechtliche Paare eine sogenannte eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen können  – eine Art Ehe, nur nicht mit denselben Rechten wie verschiedengeschlechtliche Paare. 2006 wurde dann in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eingeführt, das u.a. Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet. Seit 2017 können gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland heiraten, seit 2019 in Österreich.

Die vollständige politische, gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung von lesbischen Personen ist aber immer noch nicht erreicht

Lesbische Identitäten

 Der Begriff ‚lesbisch‘ kann auf viele verschieden Arten definiert werden – und keine ist dabei richtiger als die andere. Wichtig ist eigentlich nur: wer von sich selbst sagt, er*sie sei lesbisch, der*die ist es auch.

Lesbisch kann auch als Überbegriff für verschiedene Identitäten gesehen werden. So identifizieren sich manche, aber längst nicht alle, lesbische Personen z.B. zusätzlich als Butch bzw. Dyke (in Deutschland veraltet auch ‚kesser Vater‘) oder Femme (teilweise wird auch der Begriff lipstick lesbian benutzt, also „Lippenstift-Lesbe“, d.h. eine Person, die lesbisch ist und sich sehr feminin präsentiert). Einige lesbische Aktivist*innen kritisieren, dass eine Zweiteilung in Butch und Femme heterosexuelle Beziehung imitieren würde (weil es dann in einer Beziehung zwischen einer butch und einer femme Menschen ähnliche Geschlechtspräsentationen und Geschlechterrollen gäbe  wie in Beziehungen zwischen einem Mann und einer Frau). Viele Butches und Femmes sehen das aber anders.

Verhältnis zu Transgeschlechtlichkeit

Mehr Informationen zu Transgeschlechtlichkeit findest du hier.

Die lesbische Community hat teilweise ein schwieriges Verhältnis zu trans Personen  So wird z.B. trans Männern vorgeworfen, sie würden Verrat an Frauen begehen, weil sie einen angeblich einfachen Ausweg aus der Diskriminierung von lesbischen Personen wählen würden. Hier wird in den letzten Jahren von einigen transfeindlichen ‚Feminist*innen‘ (TERFs) immer öfter die Verschwörungstheorie gestreut, es wäre für junge Menschen einfacher sich als trans zu outen, statt als schwul oder lesbisch. Deswegen werden trans Männer in lesbischen Communities oft misgendert und diskriminiert. Trans Frauen dagegen wird vorgeworfen, Teil einer Verschwörung zu sein, die Frauenräume einnehmen und Frauen sexuell belästigen wolle. Auch sie werden in lesbischen  Communities oft diskriminiert, misgendert und lesbische trans Frauen oft ausgeschlossen. Das macht diese Community vor allem für lesbische trans Frauen und trans Männer, die sich früher als lesbisch identifiziert haben, schwierig.

Diskriminierung

Lesbische Personen erleben oft Diskriminierung, die auch Homofeindlichkeit genannt wird. Homofeindlichkeit bezeichnet die spezifische Diskriminierungsstruktur gegen schwule und lesbische Menschen, bzw. Menschen, die als schwul oder lesbisch wahrgenommen werden. Homofeindlichkeit und Sexismus hängen eng zusammen. Lesbische und schwule Personen werden diskriminiert, abgewertet und ausgegrenzt, weil sie von dem abweichen, was gesellschaftlich als ‚normal‘ gilt. Lesbische Personen, sofern sie Frauen sind, erleben dabei eine spezifische Diskriminierung – nämlich Sexismus bzw. Frauenfeindlichkeit und Homofeindlichkeit gleichzeitig.

Diese Diskriminierung reicht weit in die Geschichte zurück: Seit es die Begriffe ‚Homosexualität‘, ‚Schwul‘ und ‚Lesbisch‘ gibt, ging es der Gesellschaft  darum, Homosexualität abzuwerten, zu therapieren, unsichtbar zu machen und auszulöschen. Heute verbessert sich die Situation aber auch für lesbische Personen immer mehr.

Manche Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass homofeindliche Einstellungen von einer eigenen unterdrückten Homosexualität oder von einer generellen Angst vor Sexualität stammen, außerdem von einer Angst vor sozialer Verunsicherung, Machtverlust und davor, dass Normvorstellungen infrage gestellt werden. Gerade wenn Homosexualität als ‚unnatürlich‘, ‚widernatürlich‘ oder ‚pervers‘ bezeichnet wird, gehen die Sprechenden davon aus, dass es nur eine ‚natürliche‘ sexuelle Orientierung, nämlich Heterosexualität, gebe. Dabei sind Homosexualität bzw. Lesbisch-Sein genauso natürlich wie andere sexuelle Orientierungen. Homofeindlichen Einstellungen finden sich nicht nur bei manchen Personengruppen oder Einzeltäter*innen, sondern gesamtgesellschaftlich. Homofeindlichkeit zeigt sich sowohl auf der zwischenmenschlichen Ebene, z.B. in Beleidigungen und Vorurteilen, als auch auf der strukturellen, z.B. bei Gesetzen und gesellschaftlichen Normen. Diese Ebenen sind aber nicht unabhängig voneinander, sondern Vorurteile beeinflussen z.B. die Verabschiedung von Gesetzen.

Homofeindlichkeit gegen lesbische Frauen ist sehr viel schlechter erforscht, so dass oft nicht einmal sichtbar ist, dass und inwiefern lesbische Frauen Diskriminierung erfahren. Grund dafür ist die grundsätzliche Unsichtbarkeit von Lesbisch-Sein in der Gesellschaft – auch wenn sich die Situation langsam verbessert. Oft wird die Gewalt und Diskriminierung gegen lesbische Personen als Teil der Diskriminierungserfahrungen schwuler Männer gesehen, dabei erleben lesbische und schwule Personen unterschiedliche Formen von Homofeindlichkeit und erleben Homofeindlichkeit auf unterschiedliche Weise. Der große Unterschied zwischen ihnen ist das Geschlechterverhältnis – so dass lesbische Personen z.B. vermehrt verbale Gewalt im öffentlichen Raum erleben („cat-calling“) oder sexualisierte Gewalt insgesamt. Außerdem erleben einige lesbische Personen Gewalt in der Herkunftsfamilie bzw. häusliche Gewalt. Während lesbische Jugendliche in Vereinen und in der Schule oft erleben, dass ihre Identität übermäßig betont wird, wird diese in der Familie dagegen oft verschwiegen und nicht darüber gesprochen. Das  Zusammenwirken  von Homofeindlichkeit und Sexismus potenziert sich bei lesbenfeindlicher Diskriminierung.

Gisela Wolf fasst die Diskriminierungserfahrungen lesbischer Personen folgendermaßen zusammen:

„Die Repressionen gegen lesbische Mädchen und Frauen reichen von Ignoranz, Nichternstnehmen, Pathologisieren, boshaften Blicken, aggressivem Nachfragen, homophoben Bemerkungen, ‚Witzen‘, und Mobbing über den Entzug von Ressourcen, die Heteras/-os bereitwillig zur Verfügung gestellt werden, rechtliche und verfahrensrechtliche Diskriminierungen bis hin zu körperlichen Angriffen […]. Bereits verbale oder subtilere Formen der Abwertung (z.B. verächtliche Blicke) stellen Angriffe auf die Identität und das Selbstbewusstsein dar.“ (Wolf 2004, S.74).

Die beschriebene Unsichtbarkeit von lesbischen (Diskriminierungs-)Erfahrungen gilt sowohl für die ganze Gesellschaft als auch für die Wissenschaft und hat beispielsweise zur Folge, dass lesbische Paare als ‚nur Freundinnen‘ abgetan werden. Manche Autor*innen interpretieren Lesbenfeindlichkeit als Reaktion darauf, dass lesbische Personen sich nicht in traditionelle Normen für Frauen einfügen.

Eine wichtige Komponente bei Lesbenfeindlichkeit ist die Sexualisierung und De-Sexualisierung. Das bedeutet: Zum einen gilt lesbischer Sex für heterosexuelle Männer als enorm anziehend, so dass es viele ‚Lesben-Pornos‘ gibt, die sich aber nicht an lesbische Personen, sondern an heterosexuelle Männer richten. Gleichzeitig gibt es das Vorurteil, dass lesbische Personen ohne einen Mann keinen richtigen oder guten Sex haben können. Daher kommt auch der Begriff lesbian bed death („Lesbischer Bett-Tod“) – er beschreibt, dass lesbische Paare angeblich schon früh in ihrer Beziehung kein aktives Sexualleben mehr hätten. Es ist noch nicht so lange her, dass das erste, was eins im Internet über Lesbisch-Sein gefunden hat, Pornographe war, anstatt von hilfreichen Informationen zur lesbischen Community oder zum Coming Out.

Wenn lesbische Personen sexualisierte Gewalt erleben, kann dies auch eine lesbenfeindliche Komponente haben. Ggf. versuchen Täter*innen, lesbische Personen durch diese Gewalt zu ‚heilen‘ (‚corrective rape‘). Zusätzlich wird sexualisierte Gewalt gegen lesbische Personen teilweise weniger hart bestraft, da das Lesbisch-Sein des Opfers als eine Provokation gesehen wird. Anders als schwule Männer erleben lesbische Frauen vor allem durch Bekannte (sexualisierte) Gewalt, nicht durch Fremde.

Diese Diskriminierung kann schwere psychische und physische Folgen haben, z.B. leiden lesbische Frauen häufiger an psychischen Krankheiten oder haben öfter ein Suchtproblem (z.B. Alkohol) als heterosexuelle Personen. Die Angst vor Diskriminierung führt immer wieder dazu, dass sich lesbische Personen nicht trauen, ein Coming Out zu haben.

Außerdem kann eine Person Diskriminierung auch gegen eine*n selbst richten. Das nennt man internalisierte Homofeindlichkeit.

Die Diskriminierung gegen lesbische Personen kann sich außerdem mit anderen Diskriminierungserfahrungen überschneiden. Das nennt eins Intersektionalität. So erleben z.B. Schwarze lesbische Personen eine spezifische Überschneidung von Rassismus und Lesbenfeindlichkeit. Lesbische Personen, die noch zusätzlich von anderen Diskriminierungsstrukturen betroffen sind, sind in der Gesellschaft noch unsichtbarer.

Lesbisch-Sein heute

Auch wenn sich die Situation von lesbischen Personen in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert hat, erleben lesbische Personen heute immer noch Diskriminierung und Gewalt. Auch in der Öffentlichkeit ist das Thema Lesbisch-Sein bis heute noch nicht vollständig angekommen. So gibt es z.B. nur wenige als lesbisch geoutete Celebrities.

Lesbisch-Sein kann heute ganz Verschiedenes heißen. Manche Menschen sind z.B. lesbisch, definieren sich aber nicht als Frauen. Auch gibt es viele lesbische Personen, die z.B. nicht politisch aktiv sind.

Ein lesbisches Coming Out ist auch heute noch häufig mit Schwierigkeiten verbunden. Es kann sein, dass z.B. die Herkunftsfamilie oder der Freund*innenkreis ablehnend reagiert. Viele lesbische und andere queere Personen schaffen sich daher eine Wahlfamilie von Partner*innen und Freund*innen, die ihre sexuelle Orientierung vollkommen akzeptieren. Außerdem gibt es immer mehr Jugendgruppen, z.B. für lesbische Jugendliche, Beratungsstellen und andere Einrichtungen der lesbischen Community, die in solchen Fällen helfen können. Politische Arbeit, z.B. in einer queeren Gruppe, fühlt sich oft gut an, weil die erlebte Diskriminierung nicht alleine verarbeitet werden muss.

Im Fokus von lesbischem Aktivismus steht heute z.B., dass Regenbogenfamilien dieselben Rechte wie Mutter-Vater-Kind-Familien bekommen sollen. Denn ein Kind, das aktuell in eine Ehe von zwei Frauen hineingeboren wird, muss von der nicht-gebärenden Mutter noch adoptiert werden und ist nicht automatisch das Kind beider Personen.

[i] eine Sex-Praktik, bei der z.B. die Vulven zweier Personen aneinander gerieben werden

Dieser Text wurde von unserem Teammitglied Annika geschrieben. Wir danken Anne für ihre Hilfe beim Schreiben dieses Textes.

Bücher und Webseiten zum Thema Lesbisch

www.gleichgeschlechtliche-lebensweisen.hessen.de – verschiedene Studien zur Lebenssituation von Lesben und Schwulen in Deutschland

www.coming-out-day.de – Studien und Fakten zur Lebenssituation von schwulen, lesbischen und bisexuellen Jugendlichen

Gorizi.de – Portal für junge lesbische, bisexuelle und queere Frauen

rainbowfeelings.de/- Blog für Frauen liebende Frauen

de.lesarion.com – große Online- (Dating)-Community für Lesben